Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

Three Billboards outside Ebbing, Missouri. When I met A almost a year ago at a literal event each of us took a piece of paper and wrote down some recommendations concerning film, music and poetry for the other one. This film was on the top of A´s list. Maybe some of you remember the billboards in Antonioni´s Zabriskie Point. Hypocritical advertising in Los Angeles suggest your dreams come true as a consumer. In Three Billboards a woman as a mother rents three billboards by the access road to town for a year for political reasons. This movie is about taking revenge with an impressive ending. Chief of police is played by Woody Harrelson (True Detective I) who, again, is a family father.

 

M – eine Stadt sucht einen Mörder, von Fritz Lang. I became aware of this film through a book about lighting in movies, which I want to come back to later. In this film, which deals with the search for a child murderer, lightning plays a decisive role as a stylistic device. I wouldn´t have recognized it without the reference from the book. Already the first scene, children playing in a backyard in Berlin, is nightmarish and concerning the light you just don´t know what time it is. Keep an eye on the shadows throughout the movie, there is a change in the lightning concept at one point. The film was shot in 1931. Goebbels offered Lang the position as head of the film industry. Lang said he would think about it and emigrated in the US.

 

Auf der Suche nach der Seele der Landschaft. Die Natur vor uns. Ein Film von Niels Bolbrinker in Zusammenarbeit mit Christiane Stahl. 5 Filme von Alfred Ehrhardt. Avant-garde landscape films from the time of the 30s to 60s, of which I was most impressed by the shots on the North German Wadden Sea and even more in Iceland. Alfred Ehrhardt was a photographer of the new objectivity. Inspiring ideas for photographers. Hans-Dieter, our Manafonistas Iceland expert, to whom I recommended the film some time ago, was enthusiastic about the Iceland part.

 

Hiroshima mon amour, directed by Alain Resnais. Film en noir et blanc de 1959 sur un traumatisme politique et privé. En fait, il y a plusieurs traumatismes politiques et plusieurs traumatismes privés. Mais le film montre aussi comment le traumatisme peut être surmonté.

 

Tequila Sunrise, directed by Robert Towne. I decided to buy this film because of a film setting I had seen in the portrait film about Michael Althen “Was heißt hier Ende?”: Two men sitting by the sea as silhouettes with an impressive coloured sunset. Well, this was a quick shot. I enjoyed the beginning, some mysterious appointment, a scene in a hotel room, the tense between four men and you could smell vaguely some forthcoming solid argument or crime. But in the end it was a superficial mainstream end 80s thriller with ingredients like cocaine, a fight for a beautiful woman and some surprises which cannot rescue it all. But if you like the end 80s, the Californian landscape, men wearing sunglasses and being really cool, you might have a good time.

 

Iwans Kindheit, von Andrej Tarkowskij. Der Film wurde mir vor vielen Jahren von jemandem empfohlen, der einfach nur sagte, der Film sei sehr gut. Mehr wollte er nicht sagen. Der Titel landete dann auf einer to-watch Liste, letztlich kaufte ich vor ein paar Monaten eine Auswahl von Tarkowskij-Filmen, von denen mich Iwans Kindheit besonders berührt hat, den Stalker hatte ich schon. Es ist die Geschichte eines 12-jährigen Jungen, der während des Zweiten Weltkriegs für die Rote Armee als Späher tätig ist, allein unterwegs durch von kleinen Gewässern geprägte, weite sowjetische Landschaften. Es gibt Rückblenden aus der früheren Kindheit, einmal war sein Gesicht glücklich gewesen. Dark stuff.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Donnerstag, 10. Januar 2019 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

4 Kommentare

  1. Michael Engelbrecht:

    Französische Filme waren für mich, bis auf die Zeit zwischen 15 und 22 ungefähr, in denen ich auch den, rückblickend, langweilig-blödsinnigen Ernst vieler Filme von Eric Rohmer geniessen konnte, stimmungsabhängig.

    Es gab Ausnahmen: Letztes Jahr in Marienbad gilt ja als grosses Meisterwerk, aber ich schätze mich froh, da nie reingekommen zu sein. Ich machte damals im Fernsehen vieleicht zwei Versuche, in den Film reinzukommen, aber er entpuppte sich stets als mörderisch langweilig. Natürlich brauche ich heute keinen Zugang mehr dazu. HIROSHIMA MON AMOUR fiel für mich in die gleiche Kategorie. Unerträglich. Wie ein nouveau roman von Alain Robbe-Grillet.

    Witzig aber, dass ich späteren Filmen von Resnais viel abgewinnen konnte. SMOKING / NO SMOKING und DAS LEBEN IST EIN CHANSON fand ich wunderbar, schwebend, leicht. Ich fürchte, heute wären sie nicht mehr „meins“, aber damals, in den 90er, war ich in der genau richtigen Stimmung dazu.

    THREE BILLBOARDS hat mich jede Sekunde gefesselt.

    Und M, das ist eine Jugenderinnerung aus der Abteilung „gesammelte Unheimlichkeiten“.

  2. Martina Weber:

    Ich schaue hauptsächlich US-amerikanische Filme, französische Filme sehe ich an sich kaum. Ich habe in den vergangenen Monaten einige Filme unter dem Aspekt der Horizonterweiterung gesehen.

    Über „Letztes Jahr in Marienbad“ habe ich am 1. Januar geschrieben, ich fand das Thema interessant, jemandem eine Erinnerung zu schenken und damit ein Leben, wenn ich es mal so interpretieren will. Ich hatte den Film beim ersten Versuch auch abgebrochen, weil er sehr zäh ist. Dann schaute ich mir das Zusatzmaterial an und erhielt einen neuen Blick und ich sah den Film unter dieser Fragestellung. Alain Robbe-Grillet hat das Drehbuch geschrieben. Ich denke eher nicht, dass ich den Film nochmal sehen werde.

    „Hieroshima mon amour“: ich habe nicht geschrieben, dass mich der Film begeistert hat. Ich fand die Bearbeitung der Traumata auf vielen Ebenen interessant, aber auch anstrengend. Es ist sicherlich kein feel-good-movie.

  3. Michael Engelbrecht:

    Das Etikett feel good movie ist leicht irreführend. THREE BILLBOARDS ist auch kein solches, und trotzdem fühlte ich mich hinterher gut. Lebendig.

    Ich habe nur über meine Befindlichkeiten gesprochen. Ich kenne Leute, die sinken auf die Knie, wenn sie MARIENBAD sehen, SPRINGSTEEN hören, oder den KÖLNER DOM betreten. Fine with me.

    Alle Magie liegt im Dazwischen, nicht im Betrachter allein, und nicht im Werk allein. Und DRIFT CODE von Rustin Man ist eben ein Werk, das mich quer über den Horizont schiesst, zu 180 Prozent das Unerschöpfliche und LUSTVOLLE enthält, das ich in der Musik suche. SOUL FOOD. Im Interview erwähnte Paul Webb auch einige Filme, u.a. CABARET.

    P.S. Der Film von Fritz Lang gehörte zu meinen Kindheitsgruselfilmen. Anstrengende Filme schaue ich mir schon lange nicht mehr an. Der alte ROMA von Fellini war unendlich anstrengend. Der neue ROMA (auf Netflix) ist in Teilen hammerhart, anstrengend wäre aber das falsche Wort. Er ist grandios.

    Ich denke, alles Anstrengende widerspricht dem flow des Erlebens.

  4. Jan Reetze:

    Three Billboards — das klingt interessant. Netflix hat ihn, den bestelle ich mal.

    M — Über diesen Film könnte ich seitenlang schreiben, über seine Symbol- und Zeichensprache, die Lichtsetzung, den (oft manipulierten) Ton — Dinge, die man kaum bemerkt und die doch wirken. Sicherlich einer der Top-10-aller-Zeiten-Filme, und noch immer ein Beleg dafür, dass Andeuten viel tiefer gehen kann als Zeigen und Ausspielen. Die bissige Ironie, mit der Lang die Konferenzen der Polizei und des Ringvereins auf eine quasi gleichwertige Stufe stellt. Die eisige Präzision Gustaf Gründgens‘. Und natürlich Peter Lorre. Für mich einer der größten Schauspieler aller Zeiten. Mir rollen sich noch immer die Nägel auf, wenn ich sehe, welchen Schamott Hollywood diesem Mann manchmal zugemutet hat.

    Tarkowskij erinnert mich wiederum an Ryuichi Sakamoto, der sich, wie „Coda“ zeigt, in seiner Kompositionsweise einiges von Tarkowskij-Filmen abgeschaut hat. Eine interessante Verbindung.

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