Manafonistas

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2016 17 Apr

DCX MMXVI

von: Lajla Nizinski Filed under: Blog | TB | Comments off

Ein Lottogewinn kann das ganze Leben verändern. Bei einem Einsatz von 63 Euro hatte ich gestern Abend in der Lotto Arena in Antwerpen das Gefühl: „The winner takes it all.“ Die DIXIE CHICKS, a must for all Countrymusic lovers, gaben ihr Debüt von ihrer langen Tour, die im Oktober in L.A. enden wird. Was sind das für chicks? Desperate Housewifes? Zumindest die Geschwister Martin und Emily sehen so aus. Sie sind multiinstrumental und zurecht erfolgreich, sie spielen die Fiddle, die Viola, das Banjo, die Dobro und gehören wohl zu der Klasse „the beauty and the rich“.

 

„I said, cowboy take me away. Fly this girl as high as you can into the wild blue …“

 

Neben mir sitzt ein Girl from New Zealand, daneben eins aus Edinburgh, nicht nur die beiden sing along, es wackeln viele Cowboyhüte. Und dann kommt der Bulle aus Austin, das Rodeogirl aus Texas, the 380Volt woman, born in the USA: Natalie. Sie rockt, sie schreit sehr sinnlich an ihrer großen elektrischen Gitarre. Sie liefert den Hardrocksound in die heile Countrywelt, das ist ein „break through to the other side“ (The Doors).

 

SHE NEEDS WIDE OPEN SPACES.

ROOM TO MAKE HER BIG MISTAKES.

 

War die Kritik am Nachbar Bush ein Fehler? Nein, es war Herzensmut. Merle Haggard stand an ihrer Seite,  mit LONG TIME GONE haben sich die DCX bei ihm bedankt. Natalie ist eine verwandlungsstarke Frau. Immer sieht sie anders aus. Was macht man den ganzen Tag in Texas? Man liegt auf der Couch, denkt sich neue Texte aus, hofft, dass Bush nicht vorbeischaut und hat Spaß am Stylen. Why not?

In den ausgezeichneten Hintergrundvideos offenbaren die Chicks ihre Welten: schnelle Autos, wilde Rodeos, edle Pferde und die großartige amerikanische Landschaft. Dieses Mal zähmt sich Natalie mit ihrer Kritik an den derzeitigen politpop of the politpop. Aber es laufen bunte Videos über das derzeitige Wahlspektakel. Die zur Wahl Aufgestellten tragen rote Clownsnasen, dem Namen Trump wird darin ein „f'“ angehängt. Seine Grimasse scheint das Wort F … zu formen.

Im zweiten Set begleiten die weissen Instrumente der Chicks einige Musiker an den Gitarren und Drums. Diese Akustikstücke sind formidable. Und dann kommt mein for plenty of years highlight: „TRAVELIN‘ SOLDIER“.

 

When it’s getting kinda rough over there,

I think of that day sittin‘ down at the pier,

And I close my eyes and see your pretty smile,

Don’t worry but I won’t be able to write for a while.

 

Das singen die Dixie Chicks im kriegsgebeutelten Flandern, in der Hafenstadt Antwerpen.

WOW.

 

(Für Anna, die mir kurzfristig ihr Ticket überließ)

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