Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

Dass etwas im Argen mit der dt. Radiolandschaft ist, haben die aufmerksamen Leser meines Blogs schon oft gelesen. Vor kurzem hatten wir hier erfahren was in Frankreich passiert ist und wo der neue Hörfunkdirektor von Radio France, Mathieu Gallet, mit dem Slogan antrat: „Mehr Musik, weniger Musikwissenschaft“ – ihr erinnert euch.

Dieses Statement hat Hans-Jürgen Linke zum Anlass für seine Kolumne, in der neusten Ausgabe der Jazzthetik genommen. Dort beschreibt er anschaulich was in der jetzigen dt. Radiolandschaft los ist und vor allem, was uns noch erwartet!

Alan Bangs hat das besonders tragisch zu spüren bekommen, wohin die neue Richtung im Radio geht. Erst wurde er von DRadiowissen geholt und gefeiert (für viele seiner Fans war es ein Fest) um dann später gehen zu müssen. Sein kritischer Geist, seine unkonventionelle Art Musik zu spielen, die ihn interessiert – das darf nicht mehr sein. Heute nicht mehr … (Seine letzten Nightflights gehören zum Besten was ich je im Radio gehört habe!)

Leider fehlt bei H.-J.Linke diese Geschichte von Alan, obwohl sie doch ein Paradebeispiel für das Thema seiner Kolumne wäre … Langsam aber sicher werden die Programmdirektoren und Intendanten die Kostenfalle zu schnappen lassen. Es zählt die Quote, das Geld.

Jetzt, wo wir alle zahlen müssen, fängt das große Zählen an, wird Qualität durch Austauschbarkeit und Quote ersetzt. Das alles hat H.J.Linke in seiner ganzen Perfidität beschrieben. Die Chefredakteurin der Jazzthetik hat mir den kompletten Text (Vielen Dank!) der Kolumne zur Verfügung gestellt, welcher in der aktuellen Ausgabe vom Sept./Okt. zu finden ist. Also lest selbst und bildet euch eine Meinung dazu …

hierzu auch: „Ohne Mozart?“ von Christine Lemke-Matwey

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Dienstag, 9. September 2014 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

1 Kommentar

  1. Henning Bolte:

    (Ver)Wirrung auf allen Seiten würde ich als erstes mal sagen. Später mehr …


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