Manafonistas

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2013 11 Jan

Gregor öffnet seinen Plattenschrank (33)

von: Gregor Mundt Filed under: Blog | TB | Comments off

 
In den siebziger Jahren, da gab es in der Tübinger Hirschgasse Nr. 5 das Musikhaus Armin Keller noch. Keller war in Tübingen eine bekannte Musikergröße, er spielte Schlagzeug, gab Unterricht und betrieb einen Laden mit einem Kellergewölbe, in den man hinunterstieg und am liebsten gar nicht mehr nach oben wollte, denn dort unten lagerten unglaubliche Schätze, Schallplattenschätze. Hier konnte man wirklich auf Entdeckungsreise gehen. Damit ich als Student damals auch ja wirklich nichts verpasste, bezog ich mein JAZZPODIUM allmonatlich durch das Musikhaus Keller, was mir dann so nebenbei die Möglichkeit bot, dem Gewölbekeller einen Besuch abzustatten. 1977 oder 1978 war dann Schluss mit diesem wunderbaren Laden. Ein letzter Besuch in Armin Kellers Keller war Pflicht und fraß meine sämtlichen Ersparnisse auf. Ich kaufte damals unglaubliche zehn Langspielplatten am Stück, sechs davon waren so unvergesslich gut, dass ich sie heute noch nennen und empfehlen kann; alle fünf gibt es wieder zu kaufen, allerdings, wenn sie neu sein sollen, nur auf CD:
 
 
 

 
 
 
Da wären die auf einem Doppelalbum zusammengefassten Schallplatten Beck-Ola und Truth von Jeff Beck (guit.), Ex-Yardbirds, Ronnie Wood (bass), Rod Stewart (vocals), sowie Mick Waller/Tony Newman (Drums) und Nicky Hopkins (Piano). Diese Platten hören sich so frisch wie gestern gekauft an. Wunderbar diese Titel: I ain´t superstitious, Ol´man river, Greensleeves oder Rice Pudding.
 
 
 

 
 
 
Dann entdeckte ich Blues for Allah von der Gruppe Grateful Dead aus dem Jahre 1975. Ein Meisterwerk, eine wunderbare Platte, die mich anbrüllte „Nimm mich mit!“, ich konnte nicht widerstehen.

Eine Platte kaufte ich wegen des vielversprechenden Covers, ich kannte die Gruppe zwar schon, hatte aber noch keine Platte: Die Nitty Gritty Dirt Band, Plattentitel: Symphoniion Dream. Obwohl ich die Musikrichtung dieser Gruppe nicht unbedingt geschätzt habe (country-folk-rock), gefiel mir die Platte auf Anhieb wirklich gut. Auf dieser Scheibe spielen neben den beiden durchgängig regulären Bandmitgliedern Jimmie Fadden (guitar, harmonica, drums) Jeff Hanna (guitar, drums, vocals) Leon Russell, Linda Ronstadt und viele andere mit. Mein Lieblingstitel: Joshua come home.
 
 
 

 
 
 
Auch meine erste David-Bowie-Platte kaufte ich im Gewölbekeller bei Armin Keller. Young Americans war der Titel der Schallplatte, auf der auch John Lennon mitspielt und David Sanborn, der später im Jazzbereich sehr bekannt werden sollte.
 
 
 

 
 
 
Die vierte Platte, an die ich mich genau erinnere ist die von Lindisfarne, der Titel Roll on, Ruby aus dem Jahre 1973. Gleich für das erste Stück Taking Care of Business könnte ich mich noch genauso begeistern wie früher. 2005 kam diese Platte noch einmal als CD heraus, bei JPC kann man Kostproben hören.
 
 
 

 
 
 
Die beste Platte, die ich mir damals kaufte, sei als letzte genannt. Sie war damals und ist auch heute noch der Hammer, also ein echtes Meisterwerk. Neben Volker Kriegel spielen noch mit: John Taylor, Cees See, Alan Skidmore, Heinz Sauer, Albert Mangelsdorff, Eberhard Weber, sowie John Marshall und Peter Baumeister. Auch diese wunderbare Platte gibt es seit 2011 wieder als CD zu kaufen.
 
 
 

 
 

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