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Archiv: Stefan Hentz

Frühsommer, Moers am Niederrhein …
 
 
 


 
 
Vom schönen Lärmen seitens Arto Lindsay und Paal Nilssen-Love beim diesjährigen Moersfestival war ja schon die Rede. Der Gegenpol waren die wunderbaren Teile Regenmusik von Robyn Schulkowsky und Joey Baron.

Arto Lindsay hab ich zum ersten Mal beim Mann im Fahrstuhl von Heiner Goebbels gehört. Ist auch schon wieder 25 Jahre her. Don Cherry spielte, Fred Frith und und.

Fred Frith war auch in Moers wieder mit von der Partie. Mit einer jungverjüngten Gravity Band.
 
 
 

 
 
 
Paal Nilssen-Love ist die Unstetigkeit in Person und bewegt sich auf dem (vorläufigen) Höhepunkt seines Könnens.
 
 
 


 
 

Die diesjährigen Sessions waren im rein klimatisch-physischen Sinne absolut heiss.
 
 
 


 
 

Helge Schneiders scharf genäselte haushaltlichen Mitteilungen waren eine Wonne des Ineffektiven, die Kontraste im Programm durchgängig wunderbar, die neue Halle wurde auch bei den zufällig herrschenden subtropischen Begleiterscheinungen angenommen, der Ufo von Marshall Allen konnte landen, finnische Rapper, Salvador-de-Bahia-Jazzer, isrealische Rillenzieher und heitere norwegische Klanggleiter konnten Staub aufwirbeln.
 
 
 


 
 

Was es sonst noch gab (eine Menge Gutes) und wie’s war, ist HIER nachzulesen. Musik ist und bleibt in erster Linie ein Live-Geschehen. Wer bei live an die Platte denkt, der/die … und wer bei Platte an live denkt, der/die …
 
 
 


 
 

Ach ja, Marc Ribot brachte verknitterte Protestsongs. Sein Gitarrenlehrer, Franz Casseus, ein Freund der Familie, hatte übrigens einen haitianischen Hintergrund (keinen kubanischen). Ribot ging jungspundisch u.a. durch die Schule von Chuck Berry (was man ja gut hören kann). Ja, und Stefan Hentz deutet im Zusammenhang mit Sun Ra – rückschauend auf das 1979er Moers-Konzert des intergalaktischen Meisters – sehr treffend das afro-amerikanische Bedeutungsverwirrspiel um die tief in afrikanischen Kulturen verwurzelte Königsfigur und deren Ikonographie an.

Marshall Allen war wohl der älteste teilnehmende Musiker des Geschehens,
 
 
 


 
 

Marte Eberson wohl die jüngste.
 
 
 


 
Photos © FoBo_HenningBolte
 
 
Bild 2: Kaethe Hostetter, Marië Abe. Bild 4: Wilbert de Joode, Fred Frith, Jordan Glenn. Bild 5: Sjur Miljeteig. Bild 6: Steven Bernstein


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