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Archives: Harald Eggebrecht

Seit Jahrzehnten begegnet mir dieser Kulturjournalist, und einige seiner Artikel sind mir unvergesslich. Dabei kommt er musikalisch eher von der Klassischen Musik, bei der ich nicht gut mitreden kann (ausser bei Gustav Mahler und Strömungen der Neuen Klassischen Musik). Aber Harald Eggebrecht ist auch ein Literaturfreund, und da trat eine gewisse Seelenverwandtschaft immer wieder zutage. Damals etwa,  bei seinem Lobgesang auf Ernst Augustin und dem in Deutschland  natürlich untergegangenen Abenteuerroman „Mahmud, der Schlächter“. Ich besuchte Augustin wegen jenes „wilden Schmökers“ in München, und sein Haus glich architektonisch dem Bauch eines Schiffes aus einem Roman von B. Traven (nur dass es hier friedlich zuging, und Schwarzen Tee gab). Und wenn es denn heute morgen einen Grund zu einem breiten Grinsen  meinerseits gab, dann die Lektüre des SZ-Feuilletons auf Seite 14: „Leben frisst Leben / Die Selbsterschaffung eines Genies – und seine Zerstörung: Die ungeheure Vitalität und Empfindsamkeit Jack Londons vibriert auch heute noch in seinen Romanen und Erzählungen„. Geschrieben von Harald Eggebrecht. Es geht um die just bei Manesse und dtv aufgelegten Bücher „Martin Eden“ und „Mord auf Bestellung“ sowie eine Biografie. Mark Twain, Edgar Allan Poe und Jack London waren frühes und begeisterndes Lesefutter, und ich habe keinen Zweifel, dass man auch Londons Romane heute noch verschlingen kann. Zuletzt begegnete mir einer seiner Klassiker in der exzellenten TV-Serie „The Night Of“. Und es ist keine aufgesetzte Pointe, dass ich vorhin, auf dem Weg in mein Cafehaus, daran dachte, meinem alten Freund und Kanadaspezialisten Klaus S. eine Mail zu schreiben, dass ich grosse Lust hätte, im Februar 2017 mit ihm nach Alaska zu fliegen, um das grosse Finale des Yukon Quest zu erleben. Minuten später las ich diese allerfeinste Besprechung von Harald Eggebrecht. P.S.: Auch die Wölfe leben wieder unter uns, aber nicht die ausgewilderten.


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