Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2022 23 Jun

Es war einmal vor langer Zeit

von: Manafonistas Filed under: Blog | TB | 5 Comments

 

 

Mark Smotroff und ich erzählen einander gerne kleine Variationen dieser Story, aber heute ist er an der Reihe, keine Frage. Und letztlich ist „Swindon Andy“ unsere Quelle. 


1967 entdeckte (zumindest die Älteren unter euch werden sich erinnern) das aufstrebende Label Instantaneous Records, das befürchtete, in den sich rasch verändernden, swingenden und zunehmend psychedelischen 60er Jahren abgehängt zu werden, eine junge Band, die sie mit ihrer neuesten technologischen Innovation, dem Pserumic Psurround Psound, aufnehmen wollten. Die Idee war, ein Klassik-Rock-Fusion-Album zu machen (Gerüchten zufolge sollten sie eine Version von Nikolai Rimsky Korsakovs Märchen vom Zaren Zultan aufnehmen), das über ihre neue Tochtergesellschaft Pserum Records veröffentlicht werden sollte. Die fast bankrotte Band freute sich über diese Gelegenheit, war aber dennoch ein wenig dreist und gab das Budget wahllos aus, um stattdessen zwei reichhaltige, bahnbrechende psychedelische Meisterwerke, 25 O’Clock und Psonic Psunspot, zu schaffen.

Das Label war verblüfft und verblüfft, aber in der Zeit, in der man sich abmühte, das Angebot zu überdenken, brachte der Erzkonkurrent Deram Records Days of Future Passed von The Moody Blues heraus, das zu einem internationalen Hit wurde und die Bühne für psychedelische Musik für die nächsten Jahrzehnte bereitete. Niedergeschlagen, angewidert und empört wurde das brillante Surround-Sound-Album der Dukes in einem versteckten Bunker in den Chalkhills außerhalb von Swindon, England, vergraben (angeblich in der Nähe des Hodensacks des Uffington Horse, aber das muss noch bestätigt werden).

Bis jetzt, denn nach einer großen archäologischen Ausgrabung unter der Leitung des bekannten Dukes-Biographen Andy Partridge von den Swindoner Popsensationen XTC und des Super-Fan-Produzenten Steven Wilson haben die beiden die lange verschollenen Psurroundabout Ride-Bänder ausgegraben, die diese Woche von Ape House Records auf einer neuen 5.1 Surround Sound Blu-ray Disc veröffentlicht wurden.“

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5 Comments

  1. Michael Engelbrecht:

    Weitere Spurensichtung bei meinem Eintrag „Meine Surroundmixe“ vom 24. September.

  2. Michael Engelbrecht:

    Ah, meine Surround Mixe sind auf den 17, Juni gewandert.

    Here, another Michael:

    https://www.youtube.com/watch?v=Aidej0oMiv4

  3. Lorenz:

    Da fällt mir das wunderbare, autobiografische Buch „lost in music“ von Giles Smith ein, in dem Andy Partridge dann doch auch noch auftritt.

  4. Michael Engelbrecht:

    Interessnt, nie von gehört.

    Aber lost in music wäre auch ein guter Titel für die Musik der Dukes Of Stratosphear.

  5. Lorenz:

    „Smith, der in seiner Jugend durch die Musik und das Auftreten von Marc Bolan und XTC geprägt wurde, war von 1986 bis 1988 neben Martin Newell das zweite Mitglied der Band Cleaners from Venus. Nach einer schlecht verlaufenen Promotour in Deutschland beendete er seine aktive Musikerkarriere, die er zuvor bei einem Projekt namens Orphans of Babylon begonnen hatte. Smith arbeitete später als Musikjournalist. Auf seinen Erlebnissen als Musikfan, Popjournalist und Musiker basiert das Buch Lost in Music.“

    Ein grosses Vergnügen das Buch zu lesen. Andy Partridge hat dann sogar die Soloveröffentlichung „The Greatest Living Englishman“ von Martin Newell produziert.

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