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2021 30 Sep

Big Red Machine – „8:22am“ (feat. La Force)

von: Manafonistas Filed under: Blog | TB | Tags:  | 3 Comments

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3 Comments

  1. Michael Engelbrecht:

     

    „Ich ertappe mich bei kleinen Mustern, bei denen ich das Gefühl habe, dass man daraus eine Art Architektur bauen könnte“, sagt Aaron Dessner, und man denkt sofort an die Markenzeichen, die bei Big Red Machine noch ausgeprägter sind: die kreisförmigen Klaviermotive, die glitchige Elektronik und die gospelartigen Gesangsschichten, die er immer wieder einsetzt. Wie sich herausstellt, handelt es sich dabei nicht um eine musikalische Affektiertheit, sondern um eine persönliche Vorliebe, die mit einem schwerwiegenden Teil der persönlichen Geschichte zusammenhängt.

    „Ich habe als Teenager eine ziemlich schwere Depression durchgemacht Ich habe festgestellt, dass es für mich beruhigend ist, auf diese Weise zu musizieren. Der Rhythmus und die Melodie sind in dieser kreisförmigen Art zu spielen. Dann fühle ich mich mit Musik am wohlsten.“

    Hier hat einer einen Weg gefunden, aus der Musik heraus einen Weg zu entwickeln, der letztlich die Depression mit überwand. Das ist grossartig.

    Und hier hat Dessner auch compadres gefunden, Weggefährten. Dass das Album doch manch skeptische Reaktionen erfährt, liegt auch daran, dass solche Kleinteiligkeit der Sehnsucht nach grossen statements und Stadionhymnen zuwiderläuft. Low key ist das Zauberwort.

    Ich mag es gerade auch kleinteilig.

    „The Ghost of Cincinnatti“.

    Durch eine komplette grippale Ermattung (no covid, aber etwas länger dauert diese hier rumgehende Spass trotzdem) sind ein paar Songs von Big Red Machine genauso eine Wohltat wie Ernest Hoods Neighborhoods. Und spät abends, ohne Fieber, Promises von Floating Points.

    „No time to die“.

    Wie herrlich antizyklisch zu unserer Gegenwart, der Titel des neuen Bonds. Sinkt tief in die Kinositze, Freunde des Südens! 🥁

     

  2. Jochen:

     

    Aaron Dessner und Justin Vernon (Bon Iver) hatten auch bei den aktuellen Alben Evermore und Folklore von Taylor Swift schon mitgewirkt und da deutlich ihre Handschrift hinterlassen. Mich fasziniert vieles an derer aller Output: die schönen Gesangsstimmen, die biografischen Erzähltexte der Lyrics (auch mal mit Nabelschau, was überhaupt kein Kritikpunkt ist), die feinjustierten und oft minimalistischen Instrumentierungen und Rhythmustracks (Dessners „Gitarrensprengsel“ – zu hören auf Swift’s „Coney Island“ oder dem Song „Magnolia“ – inspirieren mich zur Nachahmung: Fripp goes Folk, in a way). Und diese Videos dazu schaue ich auch sehr gerne an. Da läuft nichts über den Kopf, unzensiertes Bauchgefühl: das geht rein wie Stracciatella-Eis mit Sahne und Früchten und schafft einen generellen Heisshunger auf geile Sounds mit Bildern.

     

  3. Michael Engelbrecht:

    Interessant!

    Und, um meine Randnotiz noch zu erweitern:

    Der neuen Bond-Film ist richtig gut (für das Genre Bond) und Billie Eilishs Titelsong famos!!!

    Mein erster Kinobesuch seit langem!


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