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2021 1 Mai

Kalter Kaffee

von: Michael Engelbrecht Filed under: Blog | TB | No Comments

 

Dass dieser Ausdruck zu Unrecht stets despektierlich rüberkommt, möchte ich an dieser Stelle beweisen, mit dem besten kalten Kaffee, den ich kenne. (Neben dem unvergesslich ersten Eiskaffee in der Lieblingseisdiele meiner Kindheit. In der Singerhoffstrasse, in Dortmund-Hombruch. Ecke Harkortstrasse.) Ich lernte den besten kalten Kaffee der Welt kennen durch mein Zauberbuch zur sizilianischen Küche, dass mich zwar öfter an den Rand meiner bescheidenen Kochkünste bringt, aber mein Mühen und Abrackern auch belohnt mit Gerichten wie Farsumagru oder Pasta Con I Mascolini. Ich benenne hier kurz die Zutaten für Gelo Di Caffè. 500 ml frisch gebrühter starker Kaffee. 1 TL gemahlener Zimt. 80 g feiner Zucker. 40 g Speisestärke oder Pfeilwurzmehl (ich bin ein grosser Freund von Pfeilwurzmehl, allein schon wegen des klangvollen Namens.) Das ist der Stoff, aus dem dieser Kaffeetraum für vier Personen hergestellt wird. Machbar, woll!?

 

Eine Dessertform (500 ml Inhalt) spülst du mit kaltem Wasser aus. Du füllst den noch heissen Kaffee in eine Schüssel. Zimt und Zucker gibst du dazu, und rührst, bis der Kaffee ein wenig abgekühlt ist. Dann das Mehl oder die Speisestärke unter Rühren hineinsieben, damit sich keine Klümpchen bilden. Diese Mischung dann durch einen Sieb in einen Topf giessen, und bei sehr niedriger Hitze unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Du nimmst den Topf vom Herd und rührst kurz weiter. Dann füllst du die Mischung in die vorbereitete Form. Den ganzen Spass lässt du dann abkühlen, und mindestens drei Stunden im Kühlschrank fest werden. Zum Servieren stürzt du das Gelo Di Caffè auf eine Servierplatte. Das ist eine sehr beliebte Nachspeise auf Sizilien, besonders im Sommer. Vielleicht ganierst du dieses Kaffeegelee mit etwa Grünem, wie ein paar Salbeiblättern. Zum Verzehr empfehle ich einen Klassiker von Stephan Micus, Wings over Water.

 

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