Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2021 31 Jan

Patience 2021

von: ijb Filed under: Blog | TB | Tags:  9 Comments

2021 Releases

 

Alben (30):

1. Little Simz: Sometimes I might be Introvert  (3. September)

2. Dry Cleaning: New Long Leg  (mp3/vinyl)

3. Anna B Savage: A Common Turn  (blue vinyl)

4. Christina Chatfield: Sutro  (bandcamp, download)

5. Black Country, New Road: For The First Time  (white vinyl)

6. Valerie June: The Moon and Stars  (white vinyl)

7. Anthony Joseph: The Rich Are Only Defeated When Running for Their Lives  (cd)

8. The Weather Station: Ignorance  (cd)

9. Amythyst Kiah: Wary + Strange  (cd)

10. Mark Andre: woher… wohin / iv 13 (Miniaturen) (cd)

11. Mogwai: As The Love Continues  (2-cd box)

12. John Tejada: Year of the Living Dead  (cd)

13. Noga Erez: Kids  (cd)

14. Nick Cave & Warren Ellis: Carnage (cd)

15. The Notwist: Vertigo Days  (cd)

außer Konkurrenz: Can: Live in Stuttgart 1975  (2 cds)

 

Filme und Serien (15):

1. Nomadland (Chloé Zhao 2020, im Kino 2021)

2. Bir Başkadır (Berkun Oya, Netflix)

3. Höllental (Marie Wilke, ZDF)

4. Der Rausch (Thomas Vinterberg 2020, im Kino 2021)

5. En Thérapie (Eric Toledano & Olivier Nakache, arte)

6. Sörensen hat Angst (Bjarne Mädel, NDR)

 

Alte Neu- und Wiederentdeckungen (chronologisch, ohne Wertung):

1. Masayoshi Sukita: David Bowie by Sukita

2. Peter Gabriel: (viertes Soloalbum + englische „TV-Doku“ von 1982)

3. Stereolab: Electrically Possessed (Switched On Vol.4)

4. Gallo Family Vineyards: Zinfandel California 2019

5. Margaret (written and directed by Kenneth Lonergan, Extended Cut)

6. Steven Wilson: Insurgentes (2008)

7. The Raveonettes: Pretty In Black (2005)

8. Prince: Welcome 2 America (2010)

9. Loraine James: For You And I (2019)

10. Einstürzende Neubauten: ½ Mensch (1985)

This entry was posted on Sonntag, 31. Januar 2021 and is filed under "Blog". You can follow any responses to this entry with RSS 2.0. Both comments and pings are currently closed.

9 Comments

  1. Michael Engelbrecht:

    Ein Quartett, okay.

    Ab und zu sich auf die schönstespannendstefaszinerendste Musik zu besinnen, die uns in diesem nächsten verrückten Jahr begegnet, scheint mir eine gute Patience zu sein.

  2. Olaf Westfeld:

    „In Therapie“ war ich auch den ganzen Februar lang – sehr gut!

  3. ijb:

    Olaf, netter Zufall. Ich hatte der Serie erst keine Beachtung geschenkt, als ich sie im Arte-Angebot sah, dachte, das wäre wieder einfach eine der eher vernachlässigbaren, typisch fernsehhaften Produktionen, die man sich getrost sparen kann. Dann erwähnte ein sehr guter (drehbuchschreibender) Freund, dass etliche seiner Mitmenschen (inkl. Leuten, die dem Thema nicht fachfremd sind) äußerst positiv über die Produktion gesprochen hätten. Als ich am selben Abend der Sache eine Chance ohne allzu große Erwartungen gab, war ich sofort beeindruckt von der exzellenten Qualität von Drehbuch und Inszenierung.

    Erst später habe ich herausgefunden, dass die Macher für große, unterhaltsame Mainstreamkino-Produktionen (freilich mit gesellschaftspolitischen Zügen) bekannt sind – und dass es sich um ein Remake einer knapp 15 Jahre alten Erfolgsserie aus Israel handelt (und bereits glamouröse Remakes u.a. in den Vereinigten Staaten erfahren hat).

    Wir haben die Serie ziemlich flink durchgeschaut, und auch wenn ich skeptisch war, ob diese Verdichtung auf 20- bis 25-minütige Therapiestunden und auf teils überdramatisierten Einzelgeschichten nicht irgendwann ins Übertriebene kippen würde (und das Thema islamistischer Terror in Paris kommt ja auch noch oben drauf), hat das bis zum Schluss ein geradezu meisterhaftes Niveau gehalten. Extrem berührend, durchweg famos verdichtet geschrieben und gespielt. Ich hatte bei jede Folge eine Neigung, das Gesehene gleich noch einmal anzuschauen und drehbuch- und regiemäßig zu studieren, so hervorragend habe ich die Dialogführung und Inszenierung erlebt. So zu verdichten und dennoch authentisch zu bleiben: Chapeau. Klar weiß man, wenn man auch nur ein wenig Ahnung hat, dass es in der Realität nicht so abläuft, aber das kann man ja bei allen Filmen einwenden, schließlich hatten die Macher eine unterhaltsame Geschichte und keine Dokumentation im Sinn. Echte Polizisten können keine „Tatort“-Kommissare anschauen, Ärzte und Krankenpfleger/innen rennen protestierend von Krankenhaus-Serien weg, und schon die Mafia hat sich mehr von „Der Pate“ abgeschaut als Coppola von realen Mafiosi.

    Ohne die vorigen „Therapie“-Varianten aus anderen Ländern gesehen zu haben, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass – ähnlich wie bei anderen „Remakes“ – die französischen Macher die vorigen Versionen studiert haben und entsprechende Schwachpunkte ausgebügelt haben (wie gesagt: ich mutmaße). Es ist ja immer einfacher, die Schwächen von bereits bestehendem Material zu identifizieren und zu verbessern, als von Grund auf etwas Exzellentes zu erfinden.

  4. Olaf Westfeld:

    Flink durchschauen konnte ich die Serie nicht, nach zwei, drei Folgen war ich immer ein bisschen ermüdet (meine Frau hätte allerdings gerne mehr am Stück gesehen). Aber ja, ein Meisterwerk. Wie die Themen einiger Dialoge von Folge zu Folge variierten und fortgeführt wurden hat mir auch Lust gemacht, einiges noch einmal zu schauen (Innen vs. Außen, Vorstellungen/ Vorstellungswelten und ihre Bedeutung). Dazu die Großaufnahmen der Gesichter..

  5. ijb:

    Noch eine sehenswerte ARD-Produktion: Der „Polizeiruf“ (diesen Link besser nicht lesen, wenn man den Film noch schauen will; da wird gleich im zweiten Absatz quasi die gesamte Handlung verraten) vom letzten Wochenende mit Luise Heyer in der Haupt- und Titelrolle „Sabine“. Sehr düster und sozialpolitisch, also nichts für Krimi-Puristen (der Krimi-Plot ist wohl auch die „Schwachstelle“ der Produktion, ist hier fast schon Subplot).

    Weitere potenziell sehenswerte Fernsehproduktionen im aktuellen Monat:

    Jackpot (ARD),

    „Die Toten von Marnow (ARD)“ (vom Drehbuch-„Star“ Holger Karsten Schmidt)
     
    und von vielen Seiten wurde mir bereits „Sörensen hat Angst“ nachdrücklich empfohlen.

  6. Jochen:

    @Ingo

    Gute Tipps, danke.

  7. ijb:

    Jackpot“ haben wir gestern gesehen. Sehr sehenswertes, nüchternes, gewissermaßen klassisches Genrestück von Regisseurin Emily Atef (Absolventin der DFFB, die bislang vor allem durch psychologische Dramen um Frauenfiguren aufgefallen ist („Das Fremde in mir“ z.B.; „3 Tage in Quiberon“ war ihr größter Erfolg bislang, 7 deutsche Filmpreise, habe ich aber nicht gesehen).

    Fun Fact: Emily Atefs Bruder ist Musiker und hat auch schon auf ECM veröffentlicht.

  8. Jochen:

    „Die Toten von Marnow“ fand ich absolut grossartig.

    Steht amerikanischen Serien (Fargo, Ozark etc) in nichts nach.

  9. Michael Engelbrecht:

    Jetzt bin ich mittendrin. Die Toten von Marnow. Sehr, sehr gut. Bitte mehr davon, made in Germany.


Manafonistas | Impressum | Kontakt | Datenschutz