Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2019 1 Nov

Vertonung einer postapokalyptischen nächtlichen Landschaft

von: Martina Weber Filed under: Blog | TB | 1 Comment

 
 

Im Original ist das, was hier auf dem Coverfoto silbriggrau erscheint, ein glänzendes tiefes Schwarz. Das wirkt viel dezenter und weniger plakativ. Sven Lattemann schreibt über das Album:

 

Was BOHREN UND DER CLUB OF GORE besonders gut können, was sie auf „Black Earth“ in Perfektion ausspielen, das ist die Fähigkeit, der Trostlosigkeit und der Schwermut unerschrocken ins Gesicht zu blicken. Es wird kein Satan beschworen, keiner verlorenen Romanze schluchzend nachgeweint, nicht drogengeschwängerten Fantasien nachgehangen. Hier wird in poetischer Manier nachts um halb Drei das letzte Bier an der geschlossenen Bude getrunken, das Weihnachtsfest allein gefeiert und die verflossene Beziehung leidenschaftslos per SMS abgeschlossen. Alles mit einem Achselzucken, aber dafür wirkungsvoll eingefangen im Stile eines Schwarz-weiß-Horrorfilms.

 

Musik, die in aller Stille unter die Haut geht und dort ihre beruhigende Wirkung sicher entfaltet. Wenn sich seltsame Störgeräusche einschleichen und Sie nicht sicher sind, ob das gewollt ist (es ist nicht gewollt), wechseln Sie das Abspielgerät.

This entry was posted on Freitag, 1. November 2019 and is filed under "Blog". You can follow any responses to this entry with RSS 2.0. You can leave a response here. Pinging is currently not allowed.

1 Comment

  1. Uli Koch:

    Ja, das ist wunderbare Zeitlupenmusik für die Stunden nach Mitternacht, wenn sich alles, was noch nach Bewegung streben könnte an den Tagesresten abgearbeitet hat und der Abend noch um eine intime Verlängerung gebeten hat…..

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