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2019 15 Jul

I once was asked about my favourite Blue Note albums,

von: Michael Engelbrecht Abgelegt unter: Blog | TB | 11 Kommentare

and I was surely not asked as an insider. I was just way too young to be totally immersed with the label‘s salad days that were heavily connected with the stylings of what they then called hard bop. But over the years, I stumbled on some famous ones, and lesser known gems. The wonderful German writer Ernst Augustin has lived out his knack for Lee Morgans The Sidewinder in his nearly forgotten masterpiece Der amerikanische Traum – other stellar productions were Coltrane‘s Blue Train, Dolphy’s Out To Lunch, Andrew Hill‘s Point of Departure. But they never moved me in the way some of the other stuff did, canonical or not.

In the September issue of UNCUT, Robert Wyatt will write some lines about his favourite Blue Note album, and I’m very curious which one he will pick up. I can imagine he will choose Grant Greens Idle Moments, or an album with a more raw spirit, like Ornette Colemans two performances at The Golden Circle in Stockholm. Or he will surprise me, something he has always done with each of his albums.

I’m writing this far away from home, and not having access to any of these albums. So no way to find out if some of my old preferences still stand the test of my current state of sentiments. I can definitely say, I nearly obsessively listened (at least until the day of the ridiculous accident) to two old jazz albums, time and time again, from the time before my time. One was Sonny Rollins Way Out West (no Blue Note record), and Kenny Burrells Midnight Blue was the other vinyl. So here‘s my list of eight „killers“, and I will keep you informed about Roberts words. It puts a smile on my face remembering I sent him Julio Cortazar’s Rayuela some years ago, a book that is a terrific work of lost hopes, friendship, everlasting love, soul food called jazz, sex and escapes, sex and exile, smoking, sipping tea from Argentina, and, well, dying. Let‘s return to the music. It is very interesting that I never understood what made me love Sonny Clark‘s „Cool Struttin‘“, at least for a while, I would never call it „my music“. Life is strange. Life is, at certain points and passages, a long drink of the blues.

 

 

 

 

Jackie McLean: Destination … Out

Kenny Burrell: Midnight Blue

Bobby Hutcherson: Dialogue

Grant Green: Idle Moments

Jackie McLean: Let Freedom Ring

Bobby Hutcherson: San Francisco

Donald Byrd: Ethiopian Knights

 

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Montag, 15. Juli 2019 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

11 Kommentare

  1. MHQ:

    „BLUE NOTE: We celebrate the esteemed jazz label’s 80th birthday by asking an all-star panel including Robert Wyatt and Kamasi Washington to pick their favourite Blue Note releases.“

    (Uncut Preview)

  2. Hans-Dieter Klinger:

    Erroll Garner, Dave Brubeck, Miles Davis haben meines Wissens nichts bei Blue Note veröffentlicht – fast nichts, der junge Miles hat ein paar Alben eingespielt. Die drei waren meine ersten Jazz Heroen und deshalb sind meine ersten Jazzschallplatten vorwiegend solche des Labels CBS. Aber inzwischen stehen viele Blue Notes in meinen Regalen. Ich halte allesamt für meine favourite Blue Note releases. Es gibt ja so viele Alben des Labels – unüberschaubar! Im Gegensatz zu ECM war und ist Blue Note ein pures Jazz Label, young and fresh forever.
     
     

    Art Blakey & The Jazz Messengers
    Einen Mitschnitt des Auftritts im Club St. Germain aus dem Jahr 1968 habe ich noch als Schüler als Sonderauflage des Deutschen Bücherbunds gekauft, bestimmt angeregt von der Lektüre des Berendtschen Jazzbuchs. Es ist eine Aufnahme der besten Jazz Messengers Formation aller Zeiten mit Bobby Timmons, Lee Morgan, Benny Golson. Sie ist bei RCA erschienen, aber diese Messengers waren ansonsten nur bei Blue Note zu bekommen. Nicht übersehen sollte man Lee Morgans Ableger The Sidewinder. Carla Bley hat das herrlich paraphrasiert – Sidewinders In Paradise
     
     

    Herbie Hancock – Wayne Shorter – Tony Williams – Ron Carter – George Coleman
    da fehlt nur noch Miles Davis und das größte Quintett der Jazz History wäre beisammen. Klar habe ich Maiden Voyage, Cantaloupe Island in der Sammlung und Super Nova, mein Gott, was für ein Album, entstanden kurz nach Bitches Brew
     
     

    Ornette Coleman
    Die Aufnahmen aus dem „Golden Circle“ Stockholm sind einzigartig, aber noch ein wenig mehr mag ich The Shape of Jazz to Come. Das ist aber bei Atlantic erschienen.
     
     

    Cannonball Adderley
    Oh, da kann man unbedenklich fast jedes Album anfassen Mercy, Mercy, Mercy oder Canonball plays Zawinul. Irgendwo findet sich auch Jive Samba, komponiert von Cannonballs Bruder Nat
     
     

    Jacky Terrasson
    Terrassons frühe Alben sind bei Blue Note erschienen. Die beiden von mir in den letzten Jahren meist gehörten Blue Note Recordings sind Smile und Rendezvous mit Cassandra Wilson
     
     

    Das ist nicht alles, aber ich weiß nicht so genau, bei welchen Labels meine Platten erschienen sind. Vielleicht den noch: Grachan Moncur III, weil er einen so schönen Namen hat und mit dem grandiosen Saxofonisten Jackie McLean auftritt
     
     

  3. Michael Engelbrecht:

    Klar, Blue Note 80, ECM 50. da kommt einiges zusammen. Ich folgte aus Neigung den Jahren von Blue Note zwischen 1956 und 1971. Kenny Burrell‘s MIDNGHT BLUE ist wohl meine unangefochtene Nummer 1.

  4. Michael Engelbrecht:

    AH! TODAY! UNCUT SEPTEMBER IS ONLINE,

    AND ROBERT WYATT‘s CHOICE IS

    ART BLAKEY AND THE JAZZ MESSENGERS: same title, 1959

  5. Hans-Dieter Klinger:

    ähm, die St. Germain Aufnahmen waren 1958, nicht 1978, ähm 1968 – das ist jetzt korrigiert.

    Eine späte Formation der Jazz Messengers habe ich fast versehentlich live gehört. Die Kurrende München war auf Konzertreise in Paris, könnte ein paar Jahre nach 1975 gewesen sein. Wir waren zu dritt, zu viert noch unterwegs – weit nach Mitternacht. Aus einem tiefen Keller klang Musik, die beim Abstieg über viele Treppenstufen ganz schön laut wurde. Unten angekommen hielt uns niemand auf, den Club zu betreten, in welchem die Jazz Messengers gerade die letzte Nummer spielten zum besessenen Tanz eines schlaksigen Farbigen. Die Trompete spielte damals ein russischer Musiker – Ponomarev oder Ponomarenkov oder so ähnlich hieß er …

    Von den aufgezählten Blue Note Künstlern, habe ich nur noch Terrasson live gehört

  6. Hans-Dieter Klinger:

     
    FOTOS ZU COMMENT No. 4
     
     


     
     
    Dieses Album ist die Studioaufnahme, welche dem Liveauftritt vom 21. Dezember 1958 im Club St. Germain, Paris vorausging. Sie ist klanglich superb, musikalisch ein Must-Have-Album für Offenohrige. Wer so etwas ablehnt oder nur klein redet, ist für mich ein geschlossenohriger Fundamentalist. An Intensität wird die Studioaufnahme übertroffen vom Live-Mitschnitt au club St. Germain (RCA France), wo die gut hörbaren Akklamationen des Publikums den Hörgenuss bereichern. Bei discogs habe ich sogar mein Album – seit den 60er Jahren in meiner Sammlung – entdeckt. Hier biddeschön das Cover:
     
     


     
     
    Der St.-Germain-Auftritt ist bei Streaming-Diensten verfügbar oder in Vinyl-Editionen über discogs erhältlich:

    Vol. 1
    Vol. 2
    Vol. 3
     
     
    Das Posting zum 80. Happy Birthday von Blue Note Records hat mich auf die Spur gebracht, meine Bestände wenigstens teilweise anzuhören. Darunter war auch das fabelhafte Album von Grachan Moncur III – Titel: Evolution
     
     

     
     

  7. Michael Engelbrecht:

    Die von Robert Wyatt beschriebene Platte wird mitunter auch unter dem Titel MOANIN‘ gehandelt.

  8. Rosato:

    klar: vor 10 Jahren feierte Blue Note den 70. Geburtstag. Kulturradio rbb brachte damals eine 3-teilige Würdigung des Labels. Den 3. Teil kann man hier aufrufen:

    https://youtu.be/gJYqB4R2uws

  9. Michael Engelbrecht:

    Scheinbar sind wir die einzigen Manas, die ein kleineres (in meinem Fall) und ein grösseres Faible (in deinem Fall) für das Label haben.

    Sonst hätte wohl schon der eine oder die andere persönliche Favoriten aufgeführt. Okay, Jan hört gerade den Sound fliegender Teekannen😉

    Ich sehe es im übrigen so, dass BLUE NOTE seine grösste Strahlkraft damals hatte, als Rudy Van Gelder einen besonderen Sound prägte und somit dem Label eine Identität verlieh. Hard Bop and der Schwelle zur Moderne. Das spiegelte sich auch in den berühmten Covergestaltungen. In den letzten Jahrzehnten ist das Programm vielfältig, hat aber auch was von einem Sammelbecken, dessen spezielle Aura verloren gegangen ist.

  10. Rosato:

    die meisten meiner BLUE NOTE recordings sind aus der Rudy van Gelder Ära – klanglich und musikalisch leuchtend und staubfrei

    nur kann das Label nicht auf Dauer Hard Bop and der Schwelle zur Moderne produzieren, obwohl ich da noch einen Pianeur im Regal habe, der sich von Art Blakey und Bobby Timmons nicht abnabeln konnte: Benny Green spielte als Jüngling in einer der letzten – vielleicht der letzten – Jazz Messenger Formationen.

    Die Kühnheit ECMs geht BLUE NOTE ab wenn man von der RvG-Ära absieht, als das Label nicht nur stilbildend wirkte, sondern auch die Brutstätte vieler junger Innovatoren gewesen ist, die größtenteils dem Label später den Rücken kehrten.

    An jüngeren Aufnahmen kenne ich nicht viele, eigentlich nur Jacky Terrasson und Cassandra Wilson. Das ist Easy-Listening-Jazz im besten Sinne. Damit meine ich, dass er sofort ins Ohr geht, kaum kratzbürstig daher kommt, aber bei genauem Hinhören tiefsinniges Raffinement offenbart. Wem die Beschreibung zu trocken ist, möge sich Terrassons Album Smile anhören, das ich mit guten Gründen für ein Meisterwerk halte.

  11. Michael Engelbrecht:

    Wir sind ja hier ganz unter uns scheinbar, Professor Klinger, ich habe also eine alte geschätzte Funkscheibe ausgegraben, zu der ich 1972 Räucherstäbchen amgezündet und Eiswein aus dem Rheinland getrunken habe. Grossartige Groovemusik. Hier eine Stimme dazu:

    DONALD BYRD — Ethiopian Knights

    Like some (actually many), Donald Byrd had to evolve from his standard jazz creation to expand in the JR/F realm, probably a bit late to make an impact, though. Indeed, like some more black jazz artistes, he managed to get to Africa and also discivered his long-lost heritage, and the album’s title can attest to that.

    Recorded over two late July 71 days, EK is definitely one of the best early JR/F albums ever recorded, but since it is an isolated Byrd album in his vast discography, it tends to get lost in the sheer mass or such releases back then. Actually I’d tend to call EK more of a jazz-funk than a jazz-rock album, because it tends to find a groove and maintain it, while letting the lead instruments solo away. Clearly Byrd had listened to a few JR/F albums before getting down to record one of his own, and being a trumpet player, he obviously listened to Miles, but Harold Lane’s sax seems to owe something to Traffic’s Chris Wood (or the opposite)

    The album is off to a superb start with the excellent Emperor track (obviously The Negus), a lengthy but all-too-quickly-over mid-tempo groove, somewhere between Miles’ Bitches Brew and Traffic’s Low Spark At Barleycorn’s Factory era. The group is soaring high in the sky, providing plenty of orgasmic moments for the fusionheads, and it seems only 7 mins have gone, when the track glides into its follow-up with an organ. Tremendous stuff, really. The short (and teeny-weeny cheesy) Jamie track might surprise the listener a bit, because it seems out of the album’s musical context, but it is really a fine piece, opening on a church-like organ, but soon Don’s trumpet takes the lead for a sumptuously lush solo that would be one of his best, if it was on another album.

    The flipside features the almost 18-mins Little Rasti epic, opening on a drum solo for an introduction, but soon veers into a mid-tempo groove where the electric guitar glide gently over band, slowly gaining momentum to soar, then segueing for Lane’s superb sax. Again the funky bass and sax is much reminiscent of Traffic’s early 70’s ventures, and maybe to some, it’ll have lengths, but when you’re in the groove and in trance state (not hard to reach with such irresistible grooves), it’ll appear all-too-short. Wished both sides last at least five more minutes each.

    While Byrd’s discography is made from a few gems like the standard Slow drag, there are few albums that stick out like Ethiopian Knights and shine like a thousand suns in the middle of a drak cloudless night. The only slight flaw (Jamie) is not really one anymore, first because it’s quite good and doesn’t shock, but it’s also a welcome interlude between the two giant epics… Much recommended really!!!

    ETHIOPIAN KNIGHTS kommt also aus der FUSION Ecke, und ich glaube nicht an das, was Robert Wyatt in seiner Eloge auf MOANIN, und sicher auch humorvoll, THE REAL THING nennt. Dieses Album zündet bei mir immer noch.

    Ich glaube auch nicht an den Begriff EASY LISTENING, weil er zuviel Anspruchslosigkeit konnotiert.

    ERHIOPIAN KNIGHTS: supergeil und rattenscharf.

    Ich glaube an das Konzept von supergeil und rattenscharf.

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