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2018 4 Dez

Vilde&Inga

von: Lajla Nizinski Abgelegt unter: Blog | TB | 3 Kommentare

 

 
 
 

Gestern Abend traten zwei junge Norwegerinnen in der Filmwerkstatt in Düsseldorf auf. Sie waren im Rahmen der „Soundtrips NRW'“eingeladen, ein mittlerweile qualitativ hochwertiges Konzertforum.

Vilde und Inga spielen gerne mit anderen Musikern zusammen, zuhause in Oslo z.B. mit Sidsel Endresen, hier im zweiten Teil mit L. Heinz an der elektrischen Gitarre und mit der exzellenten Geigerin Gunda Gottschalk.

ECM hat sie bereits mit ihrer Cd Makrofauna bekannt gemacht, Diedrich Diederichsen ist ihnen auf dem Osloer ULTIMA FESTIVAL begegnet.

In einem kleinen Kinosaal vor 9 Zuhörern zu spielen, hebt sicherlich nicht die Stimmung. Trotzdem war den beiden die Freude am Improvisieren anzusehen. Vilde holte wirklich alles aus ihrem Klangkörper heraus, improvisierte auf Geigenteufel komm raus. Sie zauberte kratzige, reibeisenartige Töne hervor. Inga, über ihr großes Instrument gebeugt, startete mit tiefen, ruhigen Tönen, als ob sie die hektischen Schrillereien der Violine einfangen wollte, um eine harmonischere Komposition hinzukriegen. Sie schaffte es fast, Inga strich dann etwas sanfter über das Geigenkastenholz. Ein paar trotzige Woody Woodpecker Klopfgeräusche noch und dann wurde es ganz still.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Laurie Anderson, die auch in Oslo auf dem Festival auftrat, nach so einer Stille die Anwesenden zu einem kollektiven Urschrei gegen Trump und Erderwärmung aufforderte. Sie soll diese Idee umgesetzt haben, so steht es im vorletzten SPEX.

 

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Dienstag, 4. Dezember 2018 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

3 Kommentare

  1. ijb:

    Mich hat das Album damals auch sehr begeistert. Leider nur sehr wenig Beachtung hingegen fand ihr zweites Album, das ich sogar noch besser finde:

    nordische-musik.de

    Wie es der Zufall will, habe ich einige Stücke aus dieser CD unlängst in der Montage eines Dokumentarfilms verwendet, und sie passen wie angegossen. Ich hoffe, dass ich die Rechte bekommen kann …

  2. Lajla:

    Ja hoffentlich. Was ist das Thema deiner Doku?

  3. ijb:

    Ich werkle an verschiedenen in unterschiedlichen Stadien Dokumentarfilmprojekten parallel – aber der erwähnte Film ist ein Film über eine süddeutsche Künstlerin / Malerin (geb. 1936).

    Ich fand auch die Verbindung von ganz jungen und erfindungsreichen Künstlerinnen (Musikerinnen) auf der Tonebene und einer Künstlerin, die in ihrer Jugend in den Fünfzigern zur Avantgarde gehörte, sehr reizvoll.

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