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2018 19 Sep

Gregor öffnet seinen Plattenschrank (170)

von: Gregor Mundt Abgelegt unter: Blog | TB | 4 Kommentare

Alle, bei denen sich das Doppelalbum im Plattenschrank findet, sollten es heute herausnehmen, entstauben und genüsslich anhören, vier Plattenseiten, 24 Titel, 74 Minuten. Das Album wurde zwar erst am 23.Mai 1969 veröffentlicht und die Idee zu diesem Konzeptalbum reicht bis in das Jahr 1966 (Pete Townshend), aber die Arbeit in den IBC Studios in London begann exakt am 19.September 1968. Mit anderen Worten: es ist auf den Tag 50 Jahre her, als die Arbeit an diesem großartigem Werk ihren Anfang nahm. Grund genug, sich dieses Werkes angemessen zu erinnern: wir legen sie auf, die legendäre Platte: “Tommy“ von The Who, die Geschichte von einem Kind, das blind und taubstumm wird, als es ein schreckliches Verbrechen mitansehen muss, den Mord des aus dem Krieg heimgekehrten Vater an den Geliebten der Mutter. Später spielt er erfolgreich an Flipperautomaten usw … man kennt die Geschichte.

 
 
 

 
 
 

Ein geniales Album, wunderbare Musik, Ich hörte es gleich nach Veröffentlichung im Mai 1969 auf meinem Lieblingssender BFBS. Es gab da samstags eine Sendung von 10:00-12:00 Uhr, in der neue Platten vorstellt wurden. Da natürlich auch am Samstag Schule war, konnte ich die Sendung nur in den Ferien hören. Es sei denn, mein Sitznachbar Tom P. wurde von seinem Vater im Daimler gleich nach Schulschluss abgeholt, dann konnte ich mitfahren und der letzte halbe Stunde dieser Sendung lauschen. Solche Väter gab es eben auch, bei denen im Auto auf einem Becker-Auto-Radio BFBS eingeschaltet werden konnte. Genau so ein Samstag war es, als das komplette Doppelalbum vorgestellt wurde (im deutschen Rundfunk damals unvorstellbar!), wir konnten gerade noch die vierte Seite hören.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Mittwoch, 19. September 2018 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

4 Kommentare

  1. Michael Engelbrecht:

    Ach ja, BFBS hatte so einige Highlights, nicht nur die TOP TWENTY :)

    RODIGANS ROCKERS hiess, glaube ich, die Reggae-Sendung.

    Und es war zwischen 10 und 12, da hörte ich erstmals auf BFBS, und auch am geliebten Samstag, HERE HE COMES, den hinreissenden Eno-Song.

    Wenn man will purzeln die Jahrestage berühmter bzw. geliebter Alben, dass es eine wahre wehmütige Freude ist. Am 1. Oktober wird Enos Music For Films 40, an genau dem Tag erschien es in England. Und es ist für mich ein sehr unterschätztes Album von Brian, TOP 5 of all, in my humble opinion.

  2. Lajla Nizinski:

    Gregor, „Tommy“ höre ich immer wieder. Ist es nicht ein auf Vinyl gepresstes Drama?

  3. Gregor:

    So ist es. Aber so eine tolle Platte!

  4. Rosato:

    Ich weiß ja nicht, in welche Musikrichtung THE WHO laufen. KLASSIK ist es vermutlich nicht, obwohl TOMMY sogar mit OPER attribuiert wurde. Irre ich mich, wenn ich der Annahme bin, dass manches Album von THE WHO als KLASSIKER gilt?

    Die Vinyl-Ausgabe habe ich nicht mehr. Als ich sie gekauft habe, wahrscheinlich bei RADIO ADLER in Nürnberg – ein weiter Weg! – stand sie in der Kiste mit der Aufschrift ROCK.

    Nun gut, mit ROCK habe ich nicht so viel zu tun. Ein paar Vinyls von THE WHO stehen in meinem Plattenschrank:
    – LIVE AT LEEDS
    – WHO ARE YOU
    – Who’s next

    TOMMY habe ich auf CD, in Kronach gekauft in den Kinderjahren der CD, also um 1983. Rechts davon steht IT’S HARD.

    Genossen habe ich die schrille Verfilmung von Ken Russell mit Tina ‚Acid Queen‘ Turner und Elton ‚Pinball Wizard‘ John.

    THE WHO habe ich von Anfang an gemocht.


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