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„Dutzende Kulturschaffende haben sich in einem Boykottaufruf gegen die Ausrichtung des European Song Contest in Israel ausgesprochen. Zu den Unterzeichnern gehören laut der Zeitung „The Guardian“ der Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters und der britische Filmemacher Ken Loach, die beide als Aktivisten bekannt sind.

Auch die Regisseure Aki Kaurismäki und Mike Leigh, die Schauspielerin Julie Christie, Sänger Helmut Lotti und der Musiker Brian Eno stehen unter dem offenen Brief auf der Liste.

Die israelische Sängerin Netta hatte im Mai mit ihrem Song „Toy“ den ESC in Portugal gewonnen. Dadurch findet der Wettbewerb im Mai 2019 regulär in Israel statt. In dem Brief vom Freitag wird die Europäische Rundfunkunion (EBU) dazu aufgerufen, den Event an ein anderes Land zu vergeben. Grund seien Menschenrechtsverletzungen gegen Palästinenser durch die israelische Regierung, heißt es in dem Schreiben.“

 

Überschrift: Michael Engelbrecht

Text: Kleine Presse

 

Brian Eno on Berlin, Pop-Kultur festival and BDS

 

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 8. September 2018 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

5 Kommentare

  1. Jan Reetze:

    Eine schwierige Sache ohne einfache Lösung. Zwei kurze Gedanken dazu:

    Man kann an der Politik der israelischen Regierung vieles kritisieren. Dennoch würde ich es begrüßen, wenn sich Deutschland mit moralischen Belehrungen an Israel mal einfach zurückhielte. Ich lebe hier in einem Haus, in dem mindestens die Hälfte unserer Nachbarn jüdisch ist. Ich könnte denen nicht erklären, was Deutschland in diesen Tagen reitet. (Müsste ich allerdings auch nicht, die kennen noch das Original.)

    Wenn Leute — wie Eno — meinen, dass Israel boykottiert werden sollte, so mögen sie das meinen und von mir aus auch sagen. Ich kann die Gründe zum Teil nachvollziehen. Ob es aber sinnvoll ist, deswegen eine Organisation zu unterstützen, die beim Pop-Kulturfestival 2017 Methoden für angemessen hielt, wie man sie sonst eher von Schutzgelderpressern kennt, erscheint mir zweifelhaft.

  2. Michael Engelbrecht:

    Tasächlich eine schwierige Sache. Natürlich stehe ich in meiner Wengkeit nich nicht Deutschland, wenn ich die israelische Regierung für extrem repressiv halte.

    Und ständig holen reaktionäre Kreise, die der Politik Netanjahus nahestehen, die antisemitische Keule raus, sogar, wenn eine evangelische Gemeinde eine Ausstellung zum Elend der palästinensischen Bevölkerung macht. Das geht gar nicht.

    Und Maxim Billers Ausführungen: abstrus. Dieses Land darf nicht ausserhalb der Kritik stehen wegen seiner Historie. Und die schreckliche Regierung hat einiges von ihren alten Peinigern gelernt.

    Jan, ich würde den Israelis in deinem Haus klar machen wollen, wie das Recht der Palestinenser seit Jahrzehnten missachtet wird. Da wurde permanent Völkerrecht auf Autonomie gebrochen.

    Permanent.

    http://bdsberlin.org/bds-berlin/

  3. Michael Engelbrecht:

    Aber ich wusste, dass hier Meinungen auseinander gehen, deshalb habe ich brav die Überschrift mit meinem Namen gekennzeichnet.

  4. Michael Engelbrecht:

    https://artistsforpalestine.org.uk/2017/12/11/artists-statements-on-trump-and-occupied-jerusalem/#more-4690

  5. Michael Engelbrecht:

    Die andere Seite. Thom Yorke, Radiohead, reagiert auf Ken Loach:

    https://www.independent.co.uk/arts-entertainment/music/news/radiohead-israel-concert-ken-loach-letter-thom-yorke-boycott-tel-aviv-latest-twitter-johnny-a7836516.html

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