Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2018 14 Jun

Die berüchtigten Streifzüge der Grenzgänger

von: Michael Engelbrecht Abgelegt unter: Blog | TB | 1 Kommentar

 

Stephan Thelen sandte mir das Album VORTEX seiner Band SONAR gerade noch rechtzeitig, nun sind alle manafonististischen „Alben des Monats“ versammelt. Die Nacht beginnt, nach dem Krimi, wie immer, mit zwei Stunden randvoll mit neuen Produktionen. Die üblichen Verdächtigen können immer noch in ihren Bann ziehen, und laden durchweg zum Lauschen, der Gegenwelt des flüchtigen Reinhörens.

Sehen Sie sich das Foto an: Nils Okland und Sigbjorn Apeland setzen über zur Insel Lysøen, um den Spirit des einst berühmtesten Geigers ihres Landes, Ole Bull, zu beschwören. Die „Hardingfele“, wie Oklands Hauptinstrument heisst, gibt den Ton an in der dritten Stunde, der Nahaufnahme der Klanghorizonte, zwischen Freitagnacht und Samstagmorgen im Deutschlandfunk.

 

 

 

 

„Pools of sorrow, waves of joy, are drifting through my opened mind“, schrieb John Lennon einst, und diese Zeile könnte sich morgen im Äther herumtreiben. In den beiden Zeitreisen zum Ende der Nacht, erinnere ich an den jüngst von uns gegangenen Pianisten Misha Alperin, und um eines seiner radikalsten Alben herum spiele ich Musik, die sich luftig zwischen Trancesession und Grenzgängerei bewegt, neben Klassikern gibt es ein wieder aufgetauchtes Album aus dem französischen „Chanson-Underground“ der frühen 70er Jahre, und, vielleicht, einen Song aus Gregs Jukebox.

In der Stunde nach dem ersten Hahnensschrei schliessen und öffnen sich gleich mehrere Kreise (das passiert schon vorher permanent – Vorsicht: Dejavu! – man denke an Steve Tibbetts‘ Begegnung mit der Hardanger Fiedel) – Jon Hassell begegnet seinem jugendlichen Ich anno 1978 in New York und erinnert sich an Italo Calvinos Buch „Die unsichtbaren Städte“.

 

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Donnerstag, 14. Juni 2018 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

1 Kommentar

  1. Michael Engelbrecht:

    NEULAND 1 – First Hour:

    Steve Tibbetts: Life Of
    Christina Vantzou: No. 4
    Brian Eno: Music for Installations
    Jon Hassell: Listening To Pictures
    NIK Bärtsch‘s Ronin: Awase

    NEULAND 2 – Second Hour:

    Ketil Bjornstad w/ Anneli Drecker: A Suite of Poems
    Batagraf: Delights of Decay
    Father John Misty: Delights of Decay
    Jon Hopkins: Singularity
    Gas: Rausch
    Vortex: Sonar
    Brian Eno: All The Stars Were Out (from MfI)

    NAHAUFNAHME – Third Hour:

    „Rund um die Hardangerfiedel – die Musik von Nils Okland“, mit den Alben STRAUM, LYSOEN, LYSNING, KJOLVATN, MONOGRAPH, LUMEN DRONES, und einem Stück aus dem Album A, von Knut Hamre und Steve Tibbetts

    ZEITREISE 1 – Fourth Hour:

    „In Memory of Misha Alperin“, mit seinem Soloalbum „At Home“ im Zentrum der Stunde, und: Jan Garbarek: Witchi-Tai-To & Dansere, Areski: Un Beau Matin, Peter Gabriel: Birdy, sowie, am Ende, „Across The Universe“ von den Beatles, und „Let The Power Fall“ von Robert Fripp

    ZEITREISE 2 – Fifth Hour:

    Brian Eno: Kasakhstan (2017), aus MUSIC FOR INSTALLATIONS, sowie Jon Hassell: VERNAL EQUINOX (1977)

Kommentar hinterlassen

XHTML erlaubte Tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Mit dem Absenden akzeptiere ich die Übermittlung und Speicherung der Angaben, wie unter Datenschutz erläutert.


Manafonistas | Impressum | Kontakt | Datenschutz