Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2018 12 Jun

Zwölf Sechs Achtzehn

von: Uwe Meilchen Abgelegt unter: Blog | TB | Kommentare geschlossen

 

Tage wie dieser: Samstagnachmittag. Auf dem Weg nach Oberhausen, mit dem Zug. Drei Sitzreihen vor mir ein Junggesellinnenabschied. Das Übliche: ein Mädel mit Bauchladen, es werden Süssigkeiten und andere trinkets verkauft. Die Kostümierungen (rosa!) sprechen für sich. Einige Sitzreihen hinter mir Jungs, die auch ihre lautstarke Feierfunktion aktiviert haben. Ob sie zu der Frauengruppe vor mir gehören, lässt sich nicht feststellen.

In meinem Rucksack krame ich nach meinen Kopfhörern, die ich schnellstens zum Musikhören aufsetzen muss.

Im Bahnhof Oberhausen angekommen, werde ich von ähnlich motivierten Mitmenschen (an ihrer Lautstärke sollt ihr sie erkennen!) förmlich überrannt; in die Bahnhofsbuchhandlung flüchtend, erfahre ich, dass die Grossveranstaltung „Oberhausen Olé“ dieses Publikum in die Stadt gelockt hat. Ich kaufe für einen Freund eine Ansichtskarte von Oberhausen, damit er später seinem zu Hause wartenden Sohn schreiben kann, und gehe andere, meine eigenen Wege in die Fussgängerzone, um ihn zu treffen.

Tage wie dieser: Montagnachmittag. Festgestellt, dass ich bestimmte Songs momentan eher nicht hören sollte; weil sie mir einen Kloss in den Hals zaubern und ich schwer an mich halten muss. Und das Phänomen erleben, dass man diese Lieder dann erst recht hören will. Und auch hört. Zu Hause sieht mich keiner dabei. Tage wie dieser.

 
 
 

 

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