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2017 7 Nov

„A Touch of Ecstasy“ & the story of Mireia and Kasumi

von: Manafonistas Abgelegt unter: Blog | TB | Kommentare geschlossen

Es gibt gute Gründe, RP Kahls Film „A Touch of Ecstasy“ im Kino auf sich wirken zu lassen. Ein Mann macht sich an der amerikanischen West Coast auf die Suche nach seiner vor Ewigkeiten abgetauchten grossen Liebe. Wer sich an so ein Projekt wagt, streift unweigerlich alte Filme von Wenders und Antonioni. Gibt es im „Death Valley“ noch ungesehene Bilder?

Was ein filmischer Essay werden sollte, erzählt eine von dunklen Sehnsüchten befeuerte Geschichte, in denen die Protagonisten wie Geister durch Niemandszonen streifen. Der Soundtrack aus ganz und gar disparaten Quellen fesselt – und kreiert jenen „thrill“, der den Traumfiguren nur zueigen ist, wenn sie nach Momenten der Ekstase streben. Fesselung, Dominanz, Unterwerfung. „My Beautiful“ von „MyPark“ ist der heimliche Ohrwurm dieses Kopfkinos, das bei allen Sinnen ankommt, und dabei landläufige Identifikationsmuster bricht. Wer den Film auf der grossen Leinwand verpasst, wird ihm im Januar 2019 bei 3Sat begegnen, als Auftakt einer Serie von Filmen mit dem Thema „amour fou“. Es ist zu hoffen, dass dort auch Peter Stricklands „The Duke of Burgundy“ auftauchen wird.

 

Erinnert sei an dieser Stelle an die Liebesgeschichte von Mireia und Kasumi, die bislang noch in keinem Film erzählt wurde, und hier, vor Jahren, von Ian McCartney und mir, skizziert wurde, als Teil einer Story über Brian Enos Album „The Ship“ (m.e.)

 

Night Flights Over Los Angeles

Mireia first met Kasumi in a supermarket in Carmel, sometime during a week-long early autumn surfing trip. It didn’t take long to register. They have so many interests in common – leftfield music, jukebox culture, exotic car travels, French cuisine, tantric sex, helicopter night flights over Los Angeles, ghosts, rivers, standing stones, Bakerloo Line moquette, Highland castles, Curly, Larry, Moe, Shemp, lucid dreams, tea, clouds, rain.

Slowcommotion Wilderness

The night’s programme of music has been immersive but there’s no suggestion of fatigue. Mireia’s senses are still in fifth gear. At home, in their tiny beach house, they make love to one another, today in their „slowcommotion wilderness“ mode that doesn’t involve much movement. Afterwards, Mireia falls asleep almost immediately, and when she wakes up four hours later, she remembers a dream with a wooden jukebox and her grandfaher telling her about when there had been a jukebox revival in the early 21st century.

Coq au Vin

She opens her eyes, and sees Kasumi preparing coq au vin for the evening. After a short swim in the ocean, she moves through the living room and puts a vinyl record on their record player, an ancient „VPI Prime Forward iii“ designed by machines in Japan and manufactured by other machines in New Jersey in 2055. She puts on one of her evergreen albums from the era of last night’s journeys through old Britannia, Brian Eno’s „Oblique Collection of Antique Jukebox Adventures“, a big seller in 2019.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Dienstag, 7. November 2017 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

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