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2017 17 Aug

„Sky Music – A Tribute To Terje Rypdal“ (RCD 2194) 2017

von: Michael Engelbrecht Filed under: Blog | TB | Tags: , 3 Comments

Ganz früh versenkte er sich in die Musik der Shadows, später in  Gitarrensounds von Jimi Henrix und John McLaughlin. Die Sechziger Jahre waren vorüber. Er studierte bei George Russell, und entwickelte einen ureigenen Sound, zu einer Zeit, in der manche vielleicht nur grosses Nachahmen für möglich hielten. Es war ein Sound, der wohl nur in Norwegen entstehen konnte. Und dieser Sound war voller Verzweigungen, das Sphärische, das Muskuläre, Neoromantik ohne Frack, Neorock ohne Posen. Das Quantum Jazz brachten vor allem seine Mitstreiter ins Spiel. Genre? „Sky Music“! Vor wenigen Tagen schickte mir Rune Kristoffersen eine sehr spannende Arbeit, eine Hommage an Terje Rypdal zum siebzigsten Geburtstag des Gitarristen. Alles andere als eine erinnerungsselige Veranstaltung, was da Henry Kaiser, David Torn, Bill Frisell, Nels Cline, Jim O’Rourke und etliche Norweger anstellen. Gemütlich geht anders. Wenngleich Bill Frisells Darbietung bei aller Finesse den guten Terje mal en passant ins Hinterland von Kentucky zu transportieren scheint. SKY MUSIC erscheint am 25. August, kann auch direkt bei Rune Grammofon bestellt werden. In der Radionacht Klanghorizonte spiele ich zwei Stücke aus dem Werk, und, zum Ende der Nacht, ein „Original“. Hier die Liste meiner zehn all time favourites, die sich über drei Jahrzehnte erstrecken. Das allererste Mal  hörte ich ihn auf der zweiten Schallplatte von Jan Garbarek für ECM, „Sart“. Das war die Platte, mit der meine ganz persönliche ECM-Geschichte losging.

 
 

01. Whenever I Seem to be Far Away (ECM 1045) 1974
02. What Comes After (ECM 1031) 1974
03. Odyssey (ECM 1067/8) 1975
04. If Mountains Could Sing (ECM 1554) 1995
05. Waves (ECM 1110) 1978
06. After the Rain (ECM 1083) 1976
07. Skywards (ECM 1608) 1997
08. Descendre (ECM 1144) 1980
09. Terje Rypdal (ECM 1016) 1971
10. Undisonus (ECM 1389) 1990

 

This entry was posted on Donnerstag, 17. August 2017 and is filed under "Blog". You can follow any responses to this entry with RSS 2.0. Both comments and pings are currently closed.

3 Comments

  1. Jan Reetze:

    Es war das „1. New Jazz Festival“ im Sommer 1975 in der Hamburger Fabrik. Ich hatte irgendwo, vermutlich im Radio (Naura sei Dank), ein Stück vom „Odyssey“-Album gehört, und es war Grund genug, hinzugehen.

    Rypdal und seine Band spielten auf einer fast völlig abgedunkelten Bühne, hypnotisch, geheimnisvoll, getragen, manchmal aber auch heftig. Das Konzert war eher kurz, denn es spielten, wenn ich richtig erinnere, drei Bands. Wer die anderen waren, weiß ich heute gar nicht mehr, aber seit diesem Abend ist Rypdal eine feste Größe bei mir.

    Da das Ganze eine NDR-Veranstaltung war, müsste es einen Mitschnitt geben. Ein Einzelstück ist mal auf einer Polydor-LP erschienen, ansonsten habe ich von dem Abend nur einen Mitschnitt aus dem Publikum, den mir mal jemand geschenkt hat. Aber immerhin.

  2. Gregor:

    Meine persönliche Nr 1 immer noch Odyssey…

  3. Michael Engelbrecht:

    RLP2195 – Sky Music: A Tribute To Terje Rypdal Vol. 2 (LP)

    This limited vinyl release includes a CD with both tracks.

    Two side-long outtakes that didn´t make the main tribute, but were just too good to be left on the shelf.

    SIDE A

    Icing (18:38)

    SIDE B

    Fillmore 76 (18:40)

    P.S. Diese zweite LP/CD habe ich bislang nur zur Hälfte gehört bis jetzt, die Fassung von ICING ist wirklich erstklassig!!!

    So sollte eine Hommage sein, aufregend …

    P.S. … das Fillmore 76 Stück aus dem Jahre 2017 ist rauher wilder und auch richtig gut!

    Ich müsste eigentlich das Programm heut Nacht umstellen, am Ende ….


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