Manafonistas

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2015 15 Dez

The first two pages of our harrowing true crime-book of the month

von: Michael Engelbrecht Filed under: Blog | TB | 6 Comments

 
 

 
 

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6 Comments

  1. Michael Engelbrecht:

    Warum dieses vielschichtige, in jeder Weise verstörende Werk, das auch erzähltechnisch weit über das Konventionelle hinausreicht, nicht von einem deutschen Verlag eingekauft wurde, ist mir schleierhaft.

    Es gab IN COLD BLOOD von Truman Capote, es gibt dieses Meisterwerk hier, und nicht viel mehr in dem Genre, in solch einsamen Tiefen.

  2. Jan Reetze:

    Warum? Vermutlich genau deswegen!

  3. Martina Weber:

    Glaubst du das wirklich, Jan, dass die deutschen Verlage einsame Tiefen scheuen? Dass es ein Publikum für düstere Themen und Herangehensweisen auf dem englischsprachigen Markt gibt, aber nicht im deutschsprachigen Raum?

    Ich würde mich sehr für deine Einschätzung interessieren. Oder Michael, natürlich auch für deine Einschätzung :)

    Von Steve Erickson sind auch nur zwei Romane übersetzt. Und er schreibt auch düster und die Schreibweise ist unkonventionell und da ist so ein Suchtfaktor dem Thema gegenüber.

  4. Uwe Meilchen:

    Martina hat recht. Denn selbst die hollaendische Buchreihe „Die Firma“, dort hochgelobt ist hier in D. nicht ueber die Uebersetzung des ersten Buchs herausgekommen.

  5. Martina Weber:

    Woran liegt das? Unterschiedliche Mentalitäten? Ein gezielter Versuch einer mentalen Steuerung wird es ja wohl nicht sein… es geht schließlich nur um finanziellen Gewinn.

  6. Jan Reetze:

    Martina, das war natürlich überspitzt. Man kann sicher nicht sagen, dass „die deutschen Verlage“ einsame Tiefen scheuen. Ich habe aber den Eindruck, dass, je stärker sich die Verlagsunternehmen international konzentrieren und je einflussreicher im Literaturgeschäft die Agenturen werden, die Lizenzdeals immer mehr vorgestanzt sind. Da spielen Inhalte kaum noch eine Rolle.

    Die kleinen Verlage, die eigentlich für Literatur mit Inhalten prädestiniert wären, können dann entweder finanziell nicht mehr mithalten oder kommen erst gar nicht mehr in den Deal-Kreislauf hinein. Und so, wie sich derzeit der Buchhandel umgestaltet, wird es gerade für kleinere Verlage auch immer schwieriger, Literatur, die eher am Wegrand liegt, an die Kunden zu bringen.

    Eigentlich war es ja auch schon immer ein Mysterium, weshalb das eine Buch zum Bestseller wird und das andere nicht. Da hat schon immer sehr stark der Zufall mit hineingespielt, und ich fürchte, die derzeitige Entwicklung fördert diesen Trend noch.


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