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2015 26 Feb

Sechsundzwanzig Zwei Fuenfzehn

von: Uwe Meilchen Abgelegt unter: Blog | TB | 6 Kommentare

Bis ins Stadion haben wir es seinerzeit nie geschafft. Aber ich erinnere mich, dass wir von seinem Mansardenfenster, dort oben unterm Dach, einen Blick auf zwei Lichtmasten vom Bökelberg hatten.

Naja, meine Sportbegeisterung war schon (Stichwort: Schulsportunterricht!) immer sehr gering. Das Stichwort „Boekelberg“ zeigt, wieviele Jahre seit dem vergangen sind. (Gleich) geblieben ist, was Freunde tun, wenn sie sich treffen: man unterhaelt sich, zumeist bis tief in die Nacht und hoert Musik.

So auch bei uns, wenn wir in Moenchengladbach oder in der Baerenstrasse 5 in Aachen sassen und uns gegenseitig auf den neuesten Stand brachten.

Dunkel erinnere ich mich an Abende in der Altstadt von Gladbach, und dass wir in Aachen nach einem kurzen Pflichtbesuch im Dom dann abends in der „Goldenen Rose“ (ein Uraltzettel, dort mitgenommen, haengt immernoch an meiner Pinnwand) waren.

All dies fiel mir Anfang dieser Woche sehr lebhaft wieder ein, als mir beim Stoebern und auf der Suche nach Neuanschaffungen eine CD von Anne Clark in die Haende fiel. Das war auch so Musik, mit der ich damals nicht viel anfangen konnte. Auch The Cure und The The – mittlerweile (ein Zeichen von Wachstum meinerseits?) habe ich dieser Musik dann doch noch, im Nachhinein, so manches abgewinnen koennen.

Und auch, wenn manche Kontakte dann ueber die Jahre einschlafen, und man sich vermutlich nicht wiedersieht: die beim Wiederhoeren von Musik konservierten Erinnerungen, die bleiben.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Donnerstag, 26. Februar 2015 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

6 Kommentare

  1. Michael Engelbrecht:

    Ich mochte immer nur eine Platte von The Cure: Seventeen Seconds. Keine andere, nie.

  2. Uwe Meilchen:

    Ich habe laenger gebraucht mich mit dem Gesang, dem Gesangstil von Robert Smith anzufreunden: dieses Greinen, dieses …

    Und die „Goldene Rose“ gibt es, wenn man der Internetpraesenz glauben darf, immer noch :)

  3. Uwe Meilchen:

    Wo es hier ja ab und an um Kriminalromane und Fussball geht: gerne gelesen habe ich die Krimis von Jakob Arjouni mit dem Detektiv Kayankaya – auch er ein Gladbach Fan. Siehe gleich auf der ersten Seite seines „Ein Mann, ein Mord“ die „Borussia im Himmel“ betitelte Mannschaftsaufstellung:

    Kleff, Hannes, Vogts, Frontzeck, Stielike, Bonhof, Netzer, Simonsen, Heynckes, Jensen, Laumen.

    Und Weisweiler auf einer Wolke ! :-D

  4. Michael Engelbrecht:

    Kennst du den vorletzten Roman von Norbert Horst, Uwe? Eine angenehme Überraschung. Endlich mal ein guter Krimi, der in meiner ersten Heimat spielt. Essen habe ich schon immer beneidet um Jürgen Lodemann und seinen Roman vom Viehofer Platz. Schimanski hat sich einst Duisburg zum Revier erkoren, und ist nur einmal zu Dreharbeiten ins Westfalenstadion gekommen, weil an der Wedau die Stimmung im Keller war.

    Steiger ist der Kriminalbeamte in Horsts vorletztem Buch: ein 50-something, der sich lange genug an seinen Illusionen gerieben hat, aber immer noch Leidenschaft entwickeln kann, wenn Fälle nach Vorschrift abgeschlossen werden, die mehr Fragen als Antworten enthalten.

    Er ist ein Wühler (nach dem Tod seines Vaters wühlt auch die Vergangenheit in ihm, eine weitere Ebene des Buches!). Und so ermittelt er auch jetzt auf eigene Faust, handelt sich dabei zwangsläufig jede Menge Ärger ein. Über die Geschichte selbst an dieser Stelle kein Wort, nur soviel: der Plot ist durchweg spannend inszeniert, mit gekonnten Verschiebungen der Zeit- und Erzählperspektiven: wie sind wir die geworden, die wir sind, und wie viele Optionen haben wir noch – eine Kernfrage guter Kriminalromane.

    Was das Buch rundum gelungen macht, sind vor allem die lebendigen Dialoge, der Blick für Details: die Freundschaft zwischen den Polizisten Steiger und Bato wird nicht zur Kumpanei mit stereotypen Floskeln. Auch die Amtsschimmel und Kreativitätsverhinderer vom Dienst werden nicht nach Schema F durch die Manege geführt.

    Dieses Buch hat auch rein gar nichts für die Tourismusabteilung des Ruhrgebiets zu bieten. Das Leben an den Randzonen, die Aus-der-Ordnung-Gefallenen werden keineswegs mit idyllischem Lokalkolorit lesefrendlich aufbereitet. Es wimmelt in dem Buch auch nicht von Litfasssäulen und Pommesbuden. Norbert Horst ist ein fesselndes Leseabenteuer geglückt, das die Konventionen des Genres gewiss nicht hinter sich lässt, aber dennoch weit über dem Durchschnitt liegt.

    P.S.: Dass Steiger Schalke-Fan ist, nehme ich gelassen zur Kenntnis. Ein bisschen Schadenfreude meinerseits muss er ertragen, als er in Gelsenkirchen etwas bedäppert erlebt, wie S04 gegen den BVB dank Kagawa und Co. 1:3 eingeht. In der ersten Meistersaison. Und die Eisdiele in Dortmund-Hombruch kenne ich auch gut. Sollte das Buch mal verfilmt werden, dann bitte mit Joachim Krol in der Rolle des Steiger. Wäre schon schön zu sehen, wie Krol den Schalke-Fan gibt, ist er doch mit Haut und Haar ein alter Borusse. SPLITTER IM AUGE, ein richtig gutes Buch.

  5. Martina Weber:

    „The Cure“ und „The The“ kenne ich über meinen früheren Freund P aus Studentenwohnheimszeiten. Gerade habe ich nochmal meine drei Lieblingssongs aus dem Album „The Head on the Door“ gehört: Ganz einfach Track 4,5 und 6.
    4) Six Different Ways
    5) Push
    6) The Baby Screams
    Ich mag die Energie darin.

    In „Seventeen Seconds“ werde ich mal reinhören.

    Schulsport fand ich ganz gut. Bei uns war das ja glücklicherweise nach Geschlechtern getrennt, so dass ich nicht gegen all die einsfünfundachzig bis einsneunzig großen Jungs aus meiner Klasse im Basketball antreten musste. Mädchensport ist eine sehr relaxte Mischung aus Geräteturnen, modern Dance und Leichtathletik. Und Musik gab es auch dazu. (Okay, die war nicht so gut.)

  6. Uwe Meilchen:

    Das mit dem Studentenwohnheim ist voellig korrekt; in der Baerenstrasse 5 in Aachen steht naemlich ein solches und mein Kumpel aus Gladbach hat da seinerzeit Elektrotechnik studiert.

    Von „The The“ habe ich das Album „Infected“…, aber da muss ich schon sehr auf Krawall gebuerstet sein damit ich es auflege !

    Und von Horst, Norbert habe ich noch nichts gelesen; ich sehe aber dass die Stadtbuecherei hier in H. einiges im Angebot hat:
    „Blutskizzen“ „Splitter im Auge“ und „Sterbezeit“…, mit welchem Buch soll ich anfangen ? :-D

    „Twin Peaks“: dieses traumartige, damit hatte ich immer Probleme bei der Serie. Fand „Blue Velvet“ auch nie soooo toll wie er immer besprochen wurde. Wobei Isabella Rosselini schon eine tolle Frau war und ist.


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