Manafonistas

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2015 14 Jan

In High Esteem # 6

von: Uwe Meilchen Filed under: Blog | TB | 5 Comments

 
GEISTER_KRIMI_134
 
 
 
Letztens, beim Aufraeumen fiel mir dieser „Geister Krimi“ in die Haende. Ich weiss noch genau, wo ich das Heft gelesen habe: Anfang der 1980iger Jahre in Meinhard (an der damals noch existierenden Zonengrenze).

Ab und an, habe ich diese Hefte mit jugendlichem (um nicht zu sagen kindlichen) Vergnuegen gerne gelesen; auch Jerry Cotton, Lassiter und die Abenteuer des John Sinclair.

Jerry Cotton, Lassiter und John Sinclair gibt es weiterhin an jedem gut sortierten Kiosk. „Butler Parker“ und eben jene „Geister Krimis“ sucht man mittlerweile vergebens.

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5 Comments

  1. Uwe Meilchen:

    Big Ben schlug Mitternacht.
    Der Klang der Glockenschläge drang nicht bis Catford, einem Stadtteil von London weit südlich der Themse. Hier in Catford pulsierte nicht mehr das Großstadtleben, gab es keinen Lichterglanz wie im Westend oder einen ständigen Menschenstrom wie in Soho oder am Piccadilly Circus.
    Catford, ein ganz gewöhnlicher Stadtteil mit kleinen Wohnhäusern, stillen, dunklen Straßen.
    Doch die Ruhe war trügerisch, täuschte hinweg über eine heimtückische Bedrohung, die ihre Opfer finden sollte, unauffällig, lautlos und doch unerbittlich und grausam!
    South Prader Lane 12 war ein altes, baufälliges Gebäude, um das sich seit Jahren niemand zu kümmern schien. Und doch war es bewohnt, auch wenn die Nachbarn von dem in diesem Haus lebenden Mann so gut wie nie etwas zu sehen bekamen.

    Die Fensterläden, von denen die Farbe abblätterte, waren immer geschlossen, so daß kein Licht nach draußen dringen konnte. Niemand vermochte daher den Weg zu verfolgen, den der einzige Bewohner des Hauses in der South Prader Lane um Mitternacht nahm. Er trug eine rußende Petroleumlampe in der erhobenen Rechten, beleuchtete damit die Treppe ins Erdgeschoß, in dem ein winziger Laden lag.

    Unten angekommen, blieb der Mann stehen, den Kopf auf die Seite gelegt, als lausche er auf eine unhörbare Stimme. Er mußte schon sehr alt sein, ohne daß man genau schätzen konnte, wie viele Jahre ihre Faiten in sein Gesicht eingegraben hatten. Graues glanzloses Haar umgab sein eingefallenes Gesicht. Er hielt sich gebeugt, als wäre er müde und kraftlos.

    Eine Weile stand erregungslos, bis ein zufriedenes Grinsen über sein Gesicht lief.

    (…)

  2. Michael Engelbrecht:

    Was für eine Freude dieser Blog, wie eine postmoderne Version von Enyd Blytons „Zwölf Freunde und die Mysterien des Lebens“:)

  3. Uwe Meilchen:

    Enid Blytons fuenf Freude hatten auch immer einen Hund „mit dabei“: Timmy, glaube ich hiess der.
    Um uns dann zu komplettieren greifen wir dann auf Sancho zurueck ….

    :-D

  4. Michael Engelbrecht:

    Kommst du eigentlich nach Sylt zum Manafonistastreffen, Uwe?

  5. Uwe Meilchen:

    Mit wirklich grossem Bedauern muss ich sagen: leider werde ich nicht teilnehmen koennen. Terminliche Gruende, ich „bekomme“ es leider nicht hin.

    Grosses Bedauern weil es sicherlich schoen ist im Beisammensein zu den geschriebebenen Blogeintraegen Gesichter, Personen und Charaktere hinzuzufuegen.


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