Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2014 29 Jun

„p15“

von: Michael Engelbrecht Abgelegt unter: Blog | TB | 4 Kommentare

Ich kann (statt 75 p’s zu schreiben) genausogut
Patiencen legen, Hängematten testen, Wolken
Namen geben, auch der Nutzwert von Gedichten
ist gering, gut geplantes Unkraut schiesst
aus dem Boden, erste letzte Lieder, „Sailing“,
„La ville s’endormait“, Textfinder bleiben geduldig
im Niemandsland. Gehölzpflege, mein
neues Lieblingswort nach grossen Stürmen.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Sonntag, 29. Juni 2014 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

4 Kommentare

  1. Michael Engelbrecht:

    Hiermit ist der erste Teil meines auf 75 Texte angelegten Lyrikbändchens in seinem vorläufigen Zustand abgeschlossen. Jeder der fünf Teile enthält 15 Gedichte, jedes Gedicht hat acht Zeilen, und mindestens eine musikalische Anspielung. Zwischen dem Schreiben der fünf Teile liegt stets mindestens ein Monat Pause. Bin für jedes Scheitern offen, für jedes Gelingen auch. Ein Trick ist: jedes fünfzehnte Gedicht ist (ich finde solche Wörter eher lustig als dass ich mich mit ihnen schmücke, weil ich weiss, wie toll sich manche fühlen, wenn sie sie im Munde führen, selbstironiefreie Kulturarbeiter sind arme Gestalten) s e l b s t r e f e r e n t i e l l. Ein anderer Trick wird nicht verraten, sonst geht vorher jemand damit auf den Markt :) ja, nicht du, Martina, die „Abstauber-Fraktion“! Wenn meine Synapsen weiterhin schwungvoll funktionieren, wird das Büchlein 2016 in Deutschland veröffentlicht.

  2. Martina:

    Was für ein bewundernswertes Tempo. Auch wenn es dir egal ist: Dein Konzept gefällt mir. Und es scheint so, als wäre viel von dir in diesen Texten. Aber nicht zu viel. Wenn ich so weiterschreibe wie in den vergangenen Monaten, wird es bei mir etwas knapp mit 2016. Vielleicht können wir trotzdem das Jahr 2016 für eine gemeimsame Manafonistas-Lyriklesung anpeilen. Bob könnte bis dahin bestimmt einen Poesiefilm, ein paar Posieplakate oder etwas ähnliches Intermediales beisteuern.
    Übrigens hatte ich vorgestern in der Bibliothek von Juarroz die Dreizehnte Vertikale Poesie in der Hand. Erste Eindrücke nach wenigen Minuten: Sehr tiefsinnig, ein bisschen bildarm und abstrakt. Und so, dass ich Zeit dafür brauche und es mir kaufen werde.

  3. Michael Engelbrecht:

    Ich verfolge diesen Plan mit keinem grossen Ernst. Aber die Idee gefällt mir. Mal sehen, wieviel p’s es werden. Und wenn ich sie am Ende, überarbeitet, und mit dem zweiten (heftigen!) Clou ausgestattet (der erste dient nur einer formalen Strenge) als gelungen betrachte, dann ist das Verlagfinden das Leichteste. Auch in diesem Metier des „Unbestsellerigen“ … Viele Dingen versanden einfach. Und das ist dann auch gut so. Ist da was von mir drin? Hört sich gut an, dann kann ich ja schon schweben :)

  4. Martina:

    Tja, so genau kann ich das natürlich nicht beurteilen :)
    Pläne sind immer gut, auch wenn sie irgendwann überrollt werden wovonauchimmer. Aber sie geben erstmal Energie zum Handeln.
    Übrigens sind 75 Gedichte für einen Band ziemlich viele. Und viel Spaß beim Verlagfinden. Deine Zuversicht ist wie immer überaus beneidenswert :)


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