Manafonistas

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2014 25 Jun

Die erste „Radionacht Klanghorizonte“

von: Michael Engelbrecht Abgelegt unter: Blog | TB | Tags:  2 Kommentare

 

 
 
 

Diese drei Stunden der neugestalteten „Radionacht Klanghorizonte“ waren ein spezielles Erlebnis für mich. Es galt ja, hochaufmerksam zu sein, bestimmte Elemente wie „Sternzeit“ und „Kalenderblatt“ im Auge zu behalten, auf den Punkt hin bestimmte Regler zu bedienen, bei Störfällen Ruhe zu bewahren, und dann auch noch die ganze Zeit über am Mikrofon präsent zu sein, heisst, mit Leib und Seele anwesend. Letzteres war kein Problem, da ich nur Musik spiele, die ich sehr, sehr spannend finde. Die schönste Arbeit im Vorfeld, ist wie immer das „Sequencing“, die Auswahl der Stücke und ihre Platzierung in einer schlüssigen Abfolge. Und das kann ich gut :) – hilfreich dabei ist natürlich, dass ich aus der bedrohten Art der „Albenhörer“ stamme, mir daheim niemals eine bestimmte Reihenfolge von Tracks für den Hörgenuss zusammenbasteln würde, es sei denn, als „Mix-Tape“ für Freunde. Ich höre ein Album als CD oder Schallplatte am liebsten von vorne bis hinten, und da erhält man eine jahrelange „Schulung“, was „Trackabfolge“ angeht. Wer sich zum Beispiel die neue Platte von Eno und Hyde besorgt, „High Life“ (die zwei Stücke in der Radionacht hatten je einen kurzen „dropout“, blame it on the machines!), wird leicht erkennen, dass das „sequencing“ der sechs Kompositionen nahezu zwangsläufig ist, absolut stimmig. Der Produzent Manfred Eicher ist auch ein Meister in diesem Metier – jedes Freilegen einer „storyline“ erhöht die Qualität. Nun können Sie hier, in einigen Tagen, alle drei Stunden hören (incl. der Panne mit „Buchanan Street“, die ich schneller hätte regulieren können, aber aufgrund fehlender Automatismen im neuen Studio erst mal mit einem gefährlich falschen Regler verlängerte), also „Neuland“, „Zeitreise“, und „Nahaufnahme“. Der flüchtige erste Eindruck könnte bei einigen Hörern einen Slogan aus den 80ern wachrufen: „Gefühl und Härte!“ – der nicht so flüchtige, zweite Eindruck könnte den ersten bestätigen.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Mittwoch, 25. Juni 2014 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

2 Kommentare

  1. Marcel Klee:

    sehr geehrter michael engelbrecht,
    nachfolgende mitteilung leiten wir gerne an sie weiter, die uns ein «user» an uns (LAST RADIO POETS) uebermittelt hat … aber inhaltlich an SIE gerichtet ist:

    – – – –
    Sehr geehrter Herr Engelbrecht (?),
    Gerne würde ich Ihnen meine neueste Veröffentlichung zukommen lassen. Die CD Solo Flutes. Diese CD enthält 17 tracks in Avantgarde, Freie improvisation und Jazz (http://www.lotzofmusic.com/lotz/bands-2/mark-lotz-solo-flute/)
    Haben Sie Interesse? Ich habe im lauf der Jahre so einige Cd Veröffentlichungen gemacht. c: lotzofmusic.com
    Mit freundlichen Grüßen,
    Mark Alban Lotz
    – – – –

    … beste komplimente fuer ihre inspirierenden sendungen, die unser miniteam seit vielen jahren liebt … )

    best regards
    marcel klee + tobias schmidt
    brooklyn + berlin

  2. lajla:

    Danke, dass du die Sendung hier hineingestellt hast, damit sie auch zu wacherer Stunde daheim gehoert werden kann.
    Bei Beginn der ersten, sehr sinnlichen Toene stoppte ich, holte die Whiskykarte, die mir ein freundlicher Kellner in einer Bar in Edinburgh ueberliess und genehmigte mir einen Glen Elgin. A cracker! Ich hoerte dem Sprechgesang mit Abwesenheiten und Hinueberdriften zu Anne Clark und Jim Morrison „The End“ zu. Wundervolles Neuland fuer mich.


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