Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2011 9 Jun

Im Sommer (Sarah Kirsch)

von: Michael Engelbrecht Filed under: Blog | TB | Tags:  | 2 Comments

 

Dünnbesiedelt das Land.
Trotz riesiger Felder und Maschinen.
Liegen die Dörfer schläfrig,
In Buchsbaumgärten,
Die Katzen
Trifft selten ein Steinwurf.

Im August fallen Sterne.
Im September
Bläst man die Jagd an.
Noch fliegt die Graugans,
Spaziert der Storch
Durch unvergiftete Wiesen.
Ach die Wolken,
Wie Berge fliegen sie
Über die Wälder.

Wenn man hier keine Zeitung hält,
Ist die Welt noch in Ordnung.
In Pflaumenmuskesseln
Spiegelt sich schön
Das eigene Gesicht und
Feuerrot leuchten die Felder.

 
 
Selbst Herbert und Erna könnten sich dieses Gedicht von Sarah Kirsch  an die Wand hängen, als „Kalendergedicht“. Es  entstand nach meiner Erinnerung, die aber fehlerhaft sein kann, so in den 70er, 80er Jahren der alten Bundesrepublik. Auch Mr. Pecks wird es mögen:) Und es passt auch gut zu den ländlichen Stimmungen, die Eno in einem heissen Sommer im Weserbergland erlebte (s. Interview). Sigbjorn Apeland freut sich schon auf eine Reise mit der Post.
 

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2 Comments

  1. Michael Engelbrecht:

    Herzlichen Glückwunsch!

  2. Michael Engelbrecht:

    Ja, Frank O´Hara war für mich das schönste Gedicht der Trilogie der Raterätsel – oder das Zweitschönste?:) – und wie diese CD auf eine Reise geht, das hast du herrlich beschrieben, Josie – das wäre Stoff für eine neue Folge von Geschichten a la „Musik mit der Post“


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