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Michele Barria – Gianluca Petrella – Eivind Aarset: Lost River

 

 
 
 

Die Geschichte der frei improvisierten Musik hat, seit den frühen Tagen des Free Jazz und seiner Randzonen, ein  spezielles Kapitel  fliessender Atmosphären entfaltet, abseits vertrauter Muster und  verlässlicher rhythmischer Fundamente.

LOST RIVER  handelt vom Unerhörten. Jazz ist in Klangspuren erkennbar, im luftig geerdeten Posaunenspiel von Gianluca Petrella, in flüchtigen Webereien des Gitarrenspiels von Eivind Aarset, in der Puls- und Rauschforschung von Michele Rabbias Schlagwerk. LOST RIVER betritt auch, in der Art der Einarbeitung elektronischer Schwingungen, ein abenteuerliches Grenzgebiet von freier Improvisation und Ambient Music.

Nur selten zeichnet sich ein klar definiertes Führungsinstrument  ab, Vorder- und Hintergrund changieren – hat die Posaune gerade  noch eine melodische Figur umrissen, kann sie plötzlich pure Textur werden. Das Album setzt eine Tradition fort, an der Manfred Eicher seit 50 Jahren als Produzent mitgewirkt hat, eine Kammermusik unaufdringlicher Intensität, die im Idealfall, und der ist hier realisiert, aus allen Begrenzungen heraus ins Offene treibt. Kammermusik mit Panoramafenster – keine einzige verschenkte Note, und eine perfekte Dramaturgie!

 

(Michael Engelbrecht, Deutschlandfunk)

 

„References were never a topic, but for me personally I have spent so much time listening to the stuff you mentioned, (except AMM, which are not so familiar territory for me.) 70´s Miles Davis, Rypdal and Garbarek, Jon Hassell, Brian Eno, Michael Brook’s Hybrid, David Torn, have all been highly influential on me. I think Michele has some of the same references too. I am not sure about Gianluca but he has for sure a stronger jazz background than me, and he is very into music from the 70´s.“

(Eivind Aarset, from an email-interview)


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