Manafonistas

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Andrew Cyrille: Music Delivery / Percussion

 

 

Es gibt wenige Schlagzeuger, die auf eine so immense wie stilistisch verzweigte Diskographie verweisen können wie der Amerikaner Andrew Cyrille. Er war bei zahllosen Free Jazz-Alben dabei, wirkte auf einer der ersten ECM-Produktionen mit, Marion  Browns „Afternoon Of A Georgia Faun“, und sein letztes Album,  „The News“, tauchte 2021 in zahlreichen Jahresrückblicken. Auf dem Züricher Label Intakt ist er mittlerweile auf einem Dutzend Alben zu hören, u.a. mit Irene Schweizer, Oliver Lake, und Anthony Braxton.

Jetzt erscheint dort ein reines Soloabum: „Music Delivery / Percussion“. Hoch melodisch, reduziert auf die wesentlichen Bausteine seines Spiels: ein purer Perkussionstrip, der ihn einmal mehr als Meister elementarer Atmosphären ausweist. Selbst in alten Free Jazz-Zeiten war sein flirrendes, wohldefinierte Metren aushebelndes Spiel ein kontemplatives Pendant zu manchem Aufruhr ringsum. Kurz gesagt: Andrew Cyrille hatte schon immer die Ruhe weg. Das hört man auch, in jedem Moment dieses neuen Albums. Keine Musik der Exstase, vielmehr ein Sammlung von kristallklar aufgenommenen Reisen ins Innere elementarer und tiefer Soundmeditationen!

(m.e.)


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