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2022 27 Feb

My 12 favourite albums 2022 (so far)

von: Michael Engelbrecht Filed under: Blog | TB | 20 Comments

    1. Avishai Cohen Quartet: Naked Truth  (an instant classic)
    2. Alabaster DePlume: Gold (elevating free improv with a touch of Donovan)
    3. Roger Eno: The Turning Year (deep and haunting)
    4. Group Listening: Clarinet and Piano, Vol. 2* (quiet surprises)
    5. Joona Toivanen Trio: Both Only (nordic noir piano trio)
    6. Kreidler: Spells and Daubs (a German masterpiece in post-krautrock times)
    7. Imarhan: Aboogi (soul mates of Tinariwen – folky, existential Mali magic)
    8. Dieter Ilg: Dedication (another bass solo expedition worth every note)
    9. Trees Speak: Vertigo of Flaws (a labyrinth of echoes, a thrilling ride)
    10. Fazer: Plex (this music doesn‘t let you off the hook)
    11. Benedicte Maurseth: Hárr  (hardanger fiddle worlds and  beyond)
    12. Smith / Kaiser / Varty: Pacifica Koral Reef  (ocean of sound)


* „Neu!‘s „Seeland“ in particular is lent such a gossamer-light, spiritually elevating feel that after experiencing it, you somehow feel like a more enlightened human. A bold claim perhaps, but just listen.“ (G.C., Electronic Sound, 3/22)

This entry was posted on Sonntag, 27. Februar 2022 and is filed under "Blog". You can follow any responses to this entry with RSS 2.0. Both comments and pings are currently closed.

20 Comments

  1. Michael Engelbrecht:

    Eine von vier Jahresrückblickslisten:

    Die zweite Liste kommt, einen Tag nach meinem nächsten JazzFacts-Magazin, am 6. Mai (fünfzehn Alben), die dritte am 6. September (zwanzig Alben), und die finale Aufstellung am 6. Dezember (fünfundzwanzig Alben).

  2. ijb:

    12 favourite albums sind nach zwei Monaten gar nicht so einfach… Hier meine (von deinen zwölfen hab ich allerdings nur sehr wenige überhaupt gehört):

    1. Franck Vigroux: Atotal 8,8/10
    2. Big Thief: Dragon new warm mountain I believe in you 8,5/10
    3. Burial: Antidawn 8,3/10
    4. Joona Toivanen Trio: Both Only 8,2/10
    5. Mikayla McVey: Time Turns Everything 8/10
    6. Grace Cummings: Storm Queen 8/10
    7. Imarhan: Aboogi
    8. Park Jiha: The Gleam
    9. Elvis Costello: The Boy Named If
    10. Black Country New Road: Ants From Up There
    11. Grey Code: Renewal
    12. Yeule: Glitch Princess

  3. Martina Weber:

    Einen Track aus dem Album vom Kreidler hat Niklas Wandt in der ersten Ausgabe seiner Klanghorizonte gespielt. Hatte es mir notiert.

  4. Michael Engelbrecht:

    @ ijb: dann ist das aber mehr eine „imaginary list“ – bei mir kommt nur ein Album vor, von dem ich nicht alles, vielmehrt nur drei Tracks gehört habe, dann aber ausreichend Futter für meine Wertschätzung hatte, da ich schon das letzte Album von Alabaster DePlume so mochte. Im Mai muss es seine Stellung „beweisen“😉.

  5. ijb:

    „imaginary“ weil ich zu wenig von deinen Favoriten gehört habe – oder wieso jetzt? Sorry, ich steh, glaub ich, auf dem Schlauch.

    (Ich hatte auch überlegt, zwei, drei Platten zu nennen, von denen ich ziemlich sicher bin, dass sie am Jahresende zu meinen 2022-Favoriten gehören werden, obwohl ich sie bislang noch nicht oder nur unfertig gehört habe, hab dann aber Abstand davon genommen.)

  6. Michael Engelbrecht:

    Ich war blind – ich las „von denen“ statt „von deinen“ … und dachte, du hättest manche intuitiv gewählt …

    Wir treffen uns dann hoffentlich am 6. Mai wieder …

  7. Olaf Westfeld:

    Ich habe tatsächlich von den ganzen Sachen noch nichts richtig gehört. Alabaster DePlume, Avishai Cohen und Joona Toivanen werden auf jeden Fall gekauft; Big Thief (Du würdest die empfehlen?) und Black Country, New Road interessieren mich auch. Und Kreisler haben mir auch in den Klanghorizonten gefallen… ansonsten bin ich weiter mit gebrauchten ECM LPs beschäftigt, u.a. tatsächlich auch Cloud Dance.

  8. ijb:

    Falls die Big-Thief-Frage an mich gerichtet ist:

    Ich finde die Platte von Big Thief ganz wunderbar; muss zugeben, dass ich nicht so der riesen Fan von denen bin, auch erst recht mit einiger Verzögerung mal wirklich was von ihnen angehört und dann auch gekauft habe (wohl erst ab „Two Hands“, weil das in Texas aufgenommen wurde und mich die Beschreibungen neugierig gemacht haben, speziell „Not“ finde ich fantastisch … dann rückwärts schrittweise die vorherigen Alben gekauft, die ich durchaus gerne mag). Und die Soloalben von Adrienne Lenker fand ich durchweg nicht wirklich packend, bis dahin, dass ich das letztjährige Doppelalbum sogar wieder verkauft habe. Mir ist das meistens doch ein bisschen zu wenig (in meiner obigen Auflistung macht Mikayla McVey was recht ähnliches wie Lenker solo, finde ich aber überzeugender, als Album – und so von Gesang, Melodien und Arrangements). Aber dieses neue von Big Thief ist durchaus sehr vielseitig und emotional reichhaltig, was auch an der musikalischen Vielfältigkeit (der ganzen Band-Arbeit) liegt. Lenker hat die fast alle Songs geschrieben, aber die Band hat sie gemeinsam ausgearbeitet.

    Black Country, New Road ist auch gut, hab ich allerdings nicht gekauft, nur digital ein paar Mal angehört. Ich bin da (noch?) nicht so wahnsinnig überwältigtbegeistert wie offenbar viele andere, aber so 7,8 Pitchfork-Punkte würde ich geben, also 4 Sterne. Bislang denke ich, es wird im Dezember wohl eher nicht zu meinen Jahres-Favoriten zählen. Das erste Album fand ich eigenwilliger und interessanter.

  9. Olaf Westfeld:

    Danke für den Eindruck. Als ich am Freitag im Plattenladen war, gab es das Big Thief Album nicht, sonst hätte ich es wohl gekauft. Ich mochte UFOF ganz gerne, habe aber den Rest nur gestreamt. Ähnlich war/ist es auch mit BC,NR – wobei mir da die neuen Songs ganz gut gefallen.

  10. Michael Engelbrecht:

    Ich warte auf das erste grosse Songalbum angloamerikanischer Herkunft, das mich umhaut. Black Country New Road mag ich viel weniger, als ich dachte, nach den gelesenen reviews.

    Das einzige Songalbum, das ich bisher ins Herz geschlossen habe, kommt aus Mali und ist von IMARHAN.

    Erschien ja schon letztes Jahr, aber Fripps SoloBox ist derzeit meine kleine Nachtmusik.

  11. ijb:

    Dann versuch’s doch mal mit Mikayla McVey. (Wenn Big Thief nicht zünden.)
    Grace Cummings ist dir vermutlich zu exaltiert.

    Gestern hab ich auch noch das ziemlich spannende Album von King Hannah gehört. Müsste eigentlich auch als Songalbum durchgehen.

  12. Michael Engelbrecht:

    Ich habe Big Thief bislang nicht gehört, aber beim Label angefragt, ob sie mit ein Promo senden. Bisher hat keines ihrer Alben mich gepackt.

    Bei mir hat sich der Zugriff auf Neues sehr verändert, da ich ja keine Nachtsendung mehr habe.

    So ist meine Strategie: haben Künstler / Bands bei mir eine green card, bestelle ich ihr neuen Arbeiten blind. Aktuelle Beispiele: Father John Misty. Aldous Harding.

    Finde ich eine Band, einen Künstler interessant (von den reviews her), ohne dass mich aber eine bisherige Arbeit regelrecht begeistert hat (bzw. ohne dass ich sie kenne) mache ich den „Videotest“, höre mir einen der official audios auf youtube an, und treffe eine Entscheidung

    – z.B. Black Country, New Road (durchgefallen)

    – oder Jake Xerxes Fussell (gekauft).

    Habe mein Abo bei Spotify auch gekündigt. Werde also bei Maikayla McVey nur diesen einen Song anhören:) da wird mir also manches entgehen, aber nur wenig, was mich wirklich begeistert.

    Und mein Archiv ist eine kleine, nie versiegende Goldgrube: always returning…

    Siehe auch: „Music to lift your soul“ (Post vom 2. März)

    AUSNAHME: jazzalben, alben die jazzhaltig sind im weitesten sinn, da erlaube ich mir keinen zufall und sondiere alles neue (zumindest, was mir zu ohren kommt) gründlich, wegen meiner jazzfacts magazine im radio. binker & moses werden also in extenso gehört.

  13. Olaf Westfeld:

    Mir fehlt auch noch das Songalbum, insofern höre ich mir die Tips auch mal an. Blind bestellt wird bei mir das Album von The Smile. Und bei Kurt Vile werde ich mal reinhören, da ist wohl auch etwas in der Pipeline.

  14. ijb:

    @Michael

    Big Thief waren doch mit den beiden letzten Alben in (vielen Versionen) deiner Bestenliste (2020?), da hattest du sie in „favorite records“-Listen damals zeitweise sogar höher als Neil Young und Tinariwen stehen.
    Dass sie dich nicht gepackt hätten, erscheint mir daher jetzt doch sehr überraschend.

    Ich bin wie erwähnt auch kein so riesen Fan von denen, fand meistens einige Songs besser als andere, aber die neue lohnt sich schon sehr; ich würde sagen, sie ist besser als die bisherigen Alben der Band. Ich finde auch, dass die alle auf LPs richtig gut klingen. Deshalb hab ich mich auch diesmal für das Doppelalbum entschieden, ungehört.

    Zu Spotify/McVey: Ich nutze tatsächlich Spotify auch noch immer nur sehr wenig (meist zum Antesten oder für einzelne Songempfehlungen) bis gar nicht. Daher hab ich auch noch nie ein Abo in Erwägung gezogen. Aber, McVey z.B. kann man komplett über den obigen Bandcamp-Link anhören. Ich weiß nicht, welches „dieser eine Song“ ist – aber falls ich das nicht schon einmal erwähnt hatte (kann mich nicht erinnern), dann wäre der eine herausragende Song „New Year“. Der ist zwar deutlich anders als der Rest, aber er fällt eben auch sehr positiv heraus; es ist so eine Art charmanter Krautrock-Popsong. Das Album ist ansonsten eher introspektiver, eher so fragiler Natur.

  15. Michael Engelbrecht:

    @ Ingo. Leicht zu beantworten. Die Musik hielt sich einfach nicht auf Dauer. Damals studierte ich geradezu einige lyrics von ihnen und fand das alles sehr intelligent und gut… aber es hat sich auf Dauer nicht gehalten. Einer Veränderung der eigenen Wahrnehmung sollte man durchaus Glauben schenken können. Oft stellt sich erst nach jahren raus, was sich wirklich hält, was nur eine Saison flasht, was rascher verfällt… that‘s the way it is.

  16. Michael Engelbrecht:

    Ich werde, wenn der Mai kommt, und wir uns noch alle durch die Welt bewegen können, eine CDListe machen für meine Reise nach Furth im Wald. Was ich bis Würzburg höre, was bis in die Oberpfalz. Neil Young wird dabeisein, Big Thief nicht.

  17. ijb:

    @Michael
    Klar, das verstehe ich selbstredend. Das mit der Dauer/Langfristigkeit geht mir mit vielen Sachen ja natürlich auch so, in der einen wie in der anderen Richtung.
    Ich würde jetzt halt nur mit „hat mich (nicht) gepackt“ genau das Gegenteil von langfristiger bzw. sich über Jahre rausstellenden Faszination verstehen.

  18. ijb:

    Ich weiß selbstredend heute, nach einer Woche, auch noch nicht, ob mir dieses Big-Thief-Album (oder irgendwas anderes von den 12 da oben) in ein, zwei Jahren viel bedeutet (basierend auf den vorigen Alben der Band(mitglieder) eher nein, aber für die Gegenwart finde ich es besser als jene).
    Finde ich auch in den allermeisten Fällen extrem schwer vorauszusagen.

  19. Michael Engelbrecht:

    Kreidler, ein wirklich tolles Album in meinen Ohren.

    Ich freue mich auf die zweite Vierteljahresliste am 6. Mai. Gerne separat auf dem Blog. Ich bin ja kein Wortführer😅 – und schon Rentner mit kleinen Zuverdiensten🎩

  20. ijb:

    Richtig super klingt auch die neue Ausgabe von Marianne Faithfulls „Vagabond Ways“.

    Die remasterte Edition holt aus dem 23 Jahre alten Album noch einmal einige schöne Details heraus. Klingt wunderbar. Die Songs waren eh schon immer super. Als Bonus gibt’s ein Dylan-Cover, ein Outtake und vier Demos, die genau genommen Alternativversionen sind.


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