Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2018 7 Aug

Pferde und Apotheken

von: Michael Engelbrecht Abgelegt unter: Blog | TB | 3 Kommentare

Die letzten Monate, seit meinem ersten Hörsturz, waren und sind eine Achternbahnfahrt für mein linkes Ohr ohnegleichen. Im Angebot waren Reisen zur Zugspitze, um die Eustachi‘sche Röhre zu öffnen, ein zweiter Hörsturz, und eine Mittelohrentzündung mit einer Serie von Komplikationen, einem vollkommen missratenen Atlantik-Trip, es gab und gibt ein zählebiges Loch im Trommelfell, zu reden wäre auch über die  Misslichkeiten granulierten Gewebes incl. einseitiger Hörminderung, und eine bald anstehende Operation, welche die Diagnose eines beginnenden Cholesteatoms ausschliessen, alles verstörende Gewebe entfernen soll, und mir eine vierwöchige Tamponade im problematischen Ohr garantiert. Auch der zweite Hörsturz konnte gut aufgefangen werden, Kortison ist eben auch ein Segen, und Fluchen hoffentlich heilsam. Man weiss natürlich nicht, wie lange die ärztliche Zuversicht anhält, wird das Trommelfell dann aufgeschnitten: nicht dass die Meister ihres Faches in der Uni-Klinik zu Köln dann in einen Abgrund blicken, der kalt zurückstarrt. So viele Pferde, so viele Apotheken schon, es muss auch mal ein Happy End geben. Wenn nicht, ist Meditation eine Option, Ikebana, ein Jahr E. T. A. Hoffmann lesen, die Beatles in Mono und „Discreet Music“, Stummfilme mit Buster Keaton, ein reflektierter Umgang mit LSD und Kratom, die Klartraumapotheke, ebenso Abenteuer in einem Fesselballon (a la Jules Verne). Oder drei Monate an der Westküste Kaliforniens. Gerne all das auch in bestem Stereo, aber kein Scheiss Ikebana.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Dienstag, 7. August 2018 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen. Pingen ist zur Zeit nicht erlaubt.

3 Kommentare

  1. Michael Engelbrecht:

    Nein, bitte keine gute Besserung wünschen, danke.

  2. Norbert Ennen:

    Yoga & Meditation helfen. Kein Quatsch.

  3. Michael Engelbrecht:

    Der zweite Teil über Pferde und Apotheken dann von der Insel, Mitte Oktober. Ich hoffe, es wird keine Variation von LOST :)

    Diese Story ist zwar bedauerlicherweise wahr, aber auch eine schwarze Humoreske, und ganz sicher kein versteckter Hilferuf. Das schlimmste, das einem neben allem andern begegnen kann, sind vegane Kräuterfrauen. Und nassforsche Mentaltrainer. Ich bin schon Psychologe.

    Es mag ja sein, dass manche Gefallen finden an den blumigen Weisheiten des Dalai Lama aus dem Diogenes Verlag, aber Sartre hatte schon mehr drauf, als er sagte, das jedes Leben die Geschichte eines Schachmatt sei.

Kommentar hinterlassen

XHTML erlaubte Tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Mit dem Absenden akzeptiere ich die Übermittlung und Speicherung der Angaben, wie unter Datenschutz erläutert.


Manafonistas | Impressum | Kontakt | Datenschutz