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2013 30 Nov

Alan Sepinwall: Die Revolution war im Fernsehen

von: Manafonistas Filed under: Blog | TB | Tags: , 1 Comment

 

 
 
 

In seiner ersten Therapiestunde mit Dr. Melfi erklärt Tony Soprano: Es ist gut, von Anfang an bei etwas dabei zu sein. Dafür war ich zu spät, ich weiß. Doch jetzt habe ich manchmal das Gefühl, dass ich erst am Ende dazukam. Dass alles schon vorbei ist. In seinem brillanten ersten Buch beschreibt Alan Sepinwall, dass es eben jener Satz Tonys ist, der nicht das Ende markiert, sondern den Aufbruch zu etwas völlig Neuem, bis dato in der Medienlandschaft Unbekanntem. Sepinwall wurde durch sein Blog What´s Alan Watching? zu einem der bekanntesten Blogger Amerikas. Als vielleicht bester Chronist der revolutionierten Fernsehlandschaft begleitet und erklärt er die Umwälzungen, die durch großartige, tief in die Verwerfungen der Postmoderne gestürzte Serien wie The Sopranos, Lost, Mad Men, 24, Breaking Bad, The Wire oder Deadwood entstanden sind. Gerade von der New York Times als eines der besten Bücher 2012 ausgezeichnet, ist dieses Buch eine geistreiche und kluge Kulturgeschichte. Zwölf Seriendramen der letzten 15 Jahre verhandelt Sepinwall. Er erklärt, wie die Künstler hinter diesen revolutionären Sagas die Zeit, den ihnen gegebenen Raum und die Vertrautheit des Fernsehens genutzt haben, um eben dort die Grenzen des Erzählens zu verschieben und wie sie gleichzeitig die komplexen philosophischen Ansätze hinter ihren Werken sichtbar machen.

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1 Comment

  1. Michael Engelbrecht:

    Dieses Buch sollte unter meinem Weihnachtsbaum liegen. Ich bin sicher der grösste Serienjunkie der Manafonistas, und ein grosser Fan der Serien 24, Lost, Deadwood, The Wire, Homeland, und einiger anderer. Zu den Sopranos und Breaking Bad habe ich keinen Zugang gefunden. Besonders diese nach 10, 11 Teilen abgesetzte Serie aus dem Surfer-Milieu Kaliforniens hat es mir angetan, komme gerade auf den Titel nicht. Und eine Schande, dass die im Jockey-Milieu angesiedelte Serie mit Nick Nolte und Dustin Hofmann ebenfalls ein viel zu frühes Ende fand. Aber dieses Jahr: Top of the Lake, eine Offenbarung.


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